Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien stehen ab 30. September im Mittelpunkt einer Ausstellung in Lörrach. Unter dem Titel „Gesicht zeigen“ macht sie im Foyer der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden auf ihre Situation aufmerksam. Anlass ist das 20-jährige Bestehen von KiSEL, einem Angebot der Drogen- und Jugendberatungsstelle Lörrach des AKRM.
Die Wanderausstellung von NACOA Deutschland ist bis 7. Oktober zu sehen. Auf den Plakaten werden Erwachsene porträtiert, die mit suchtkranken Eltern aufgewachsen sind. Ihre persönlichen Geschichten sollen Vorurteile abbauen, auf die Belastungen betroffener Kinder aufmerksam machen und dazu ermutigen, Unterstützung anzunehmen.
Nach Angaben der Beratungsstelle gehören Kinder suchtkranker Eltern zu einer besonders gefährdeten Gruppe. Ihr Risiko, später selbst eine Suchterkrankung zu entwickeln, sei im Vergleich zu Kindern aus Familien ohne Suchterkrankung bis zu sechsmal höher.
Fünf Gruppen im Landkreis Lörrach
KiSEL unterstützt betroffene Kinder und Jugendliche seit 20 Jahren mit Beratungs- und Gruppenangeboten. In einem geschützten Rahmen können sie über ihre Erfahrungen sprechen. Gemeinsame Gespräche, Aktionen und Ausflüge sollen ihnen unter anderem helfen, Ängste und Schuldgefühle zu verarbeiten und das Verhalten ihrer Eltern besser einzuordnen.
Aufgrund der Nachfrage wurde das Angebot nach Angaben der Beratungsstelle über die Jahre ausgebaut. Mittlerweile gibt es drei Gruppen für unterschiedliche Altersgruppen in Lörrach sowie jeweils eine Gruppe in Rheinfelden und Weil am Rhein.
Mit der Ausstellung zum Jubiläum will die Beratungsstelle das Thema stärker sichtbar machen. „Gesicht zeigen“ ist vom 30. September bis 7. Oktober im Foyer der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden zu sehen.
Bild: NACOA Deutschland, Hauke Dressler







