(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Schopfheim
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Schopfheim will gegen das Verkehrschaos durch Elterntaxis am Theodor-Heuss-Gymnasium vorgehen. Der Parkplatz an der Schule soll während der Schulzeiten zum Privatparkplatz werden und nur noch für Berechtigte zugänglich sein. Lehrkräfte sollen für einen Stellplatz 30 Euro im Monat bezahlen. Über die Pläne entscheidet der Gemeinderat am Montag, 14. September.
Nach Angaben der Stadt kommt es im Bereich vom Theodor-Heuss-Gymnasium und der Freien Waldorfschule regelmäßig zu unübersichtlichen Verkehrssituationen. Eltern fahren demnach bis unmittelbar vor die Schulen, halten teilweise im absoluten Halteverbot und versperren Rettungswege.
Markierungen, Elternhaltestellen in der Hebelstraße und Schwarzwaldstraße, Appelle der Schulen sowie Kontrollen vom Vollzugsdienst hätten bislang nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Elterntaxis sollen draußen bleiben
Die Stadt will deshalb die Zufahrt während der Schulzeiten auf Berechtigte beschränken. Auch die Zufahrt zur Freien Waldorfschule wäre davon betroffen. Die Waldorfschule will laut Vorlage ebenfalls Maßnahmen auf ihrem Parkplatz treffen, damit Elterntaxis nicht dorthin ausweichen.
Außerhalb der Schulzeiten soll die Durchfahrt beispielsweise für Nutzer der Halle weiterhin möglich sein. Eltern sollen zum Bringen und Abholen ihrer Kinder die bereits eingerichteten Elternhaltestellen nutzen. In der Schwarzwaldstraße ist zusätzlich ein weiterer Zebrastreifen auf Höhe der Steinhäuslerstraße vorgesehen.
Sollten auch die neuen Regeln nicht funktionieren, nennt die Verwaltung als letzte Möglichkeit eine Schulstraße mit Vollsperrung.
50 statt rund 75 Autostellplätze
Gleichzeitig soll der THG-Parkplatz umgestaltet werden. Statt derzeit rund 75 Stellplätzen sollen künftig 50 Parkplätze in Fischgrätaufstellung zur Verfügung stehen. Neue Grünflächen sollen die Bereiche strukturieren.
Für Fahrräder ist eine getrennte Führung über eine Verlängerung vom Weg „Im Vicemoos“ geplant. Vorgesehen sind außerdem 224 Fahrradabstellplätze mit Anlehnbügeln.
Die ersten Arbeiten sollen bereits in den Herbstferien 2026 stattfinden. Dazu gehören die Neuordnung und provisorische Kennzeichnung der Autostellplätze. Die Vermietung an Lehrkräfte soll zum 1. Januar 2027 beginnen.
Gesamtkosten von rund 170.000 Euro
Für die ersten Arbeiten sind rund 20.000 Euro vorgesehen. Radweg und Fahrradabstellanlagen sollen weitere rund 150.000 Euro kosten und bei vorliegender Förderung in den Sommerferien 2027 umgesetzt werden. Die Stadt rechnet damit, etwa die Hälfte dieser Kosten über Fördermittel für den Radverkehr finanzieren zu können.
Durch die Vermietung der Stellplätze erwartet Schopfheim Einnahmen von rund 15.000 Euro pro Jahr. Nach Berechnung der Verwaltung könnte sich die Gesamtmaßnahme dadurch für die Stadt innerhalb von rund sieben Jahren amortisieren.
Neben dem THG-Parkplatz beschäftigt sich der Gemeinderat am Montag mit weiteren Verkehrsthemen. Für rund 7.000 Euro soll der stark genutzte Zebrastreifen beim Busbahnhof sicherer umgebaut werden. Geplant sind bessere Sichtbeziehungen, eine veränderte Aufstellfläche und taktile Leitelemente. Eine unmittelbar vor dem Überweg liegende Bushaltestelle soll künftig nicht mehr angefahren werden.
Außerdem steht ein neues Fotoherz für den Anna-Kym-Park auf der Tagesordnung. Die rund 2,30 Meter hohe rote Stahlskulptur mit Sitzbank soll den Schriftzug „Schopfe wer‘s unkompliziert mag!“ tragen. Die Kosten von rund 2.000 Euro übernimmt der Verein Schopfheim Aktiv.








