(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg
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Tierische Grippeviren mit erhöhtem Pandemierisiko sollen künftig früher erkannt werden. Für ein entsprechendes Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Freiburg erhält Virologe Dr. Kevin Ciminski einen ERC Starting Grant über 1,5 Millionen Euro. Das Projekt startet im Januar 2027 und läuft fünf Jahre.
Ciminski ist Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und leitet eine Nachwuchsgruppe am Institut für Virologie vom Universitätsklinikum. Im Projekt „FLU-ARMOR“ untersucht sein Team, welche Veränderungen tierische Influenza-A-Viren benötigen, um Schutzmechanismen vom menschlichen Immunsystem zu überwinden.
Tierische Influenza-A-Viren kommen vor allem bei Wildvögeln vor und können auf Säugetiere oder Menschen überspringen. Ein solcher Sprung bedeutet nach Angaben vom Universitätsklinikum jedoch noch nicht, dass sich ein Virus dauerhaft unter Menschen verbreiten kann.
Forscher untersuchen wichtige Schutzbarriere
Im Mittelpunkt der Freiburger Forschung steht unter anderem das menschliche Protein MxA. Es gehört zur angeborenen Immunabwehr und kann die Vermehrung vieler tierischer Influenza-A-Viren hemmen. Die Forscher wollen herausfinden, wie Viren diese Barriere überwinden können.
Untersucht wird außerdem, welche Rolle mögliche Zwischenwirte wie Schweine, Rinder, Pferde oder Fledermäuse bei der Anpassung spielen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das virale Protein NS1, das die angeborene Immunantwort abschwächen kann.
KI soll auffällige Virusvarianten erkennen
Im weiteren Verlauf sollen die Forschungsergebnisse in ein computergestütztes Frühwarnsystem einfließen. Künstliche Intelligenz soll öffentlich verfügbare Virusdaten nach Risikomerkmalen durchsuchen, die zuvor experimentell bestimmt wurden. Auffällige Varianten sollen anschließend im Labor überprüft werden.
Ziel ist es, tierische Grippeviren mit erhöhtem Pandemiepotenzial früher zu identifizieren und deren Risiko besser einschätzen zu können.
Der Europäische Forschungsrat gab die Förderung am Donnerstag bekannt. Der ERC Starting Grant richtet sich an Nachwuchswissenschaftler und finanziert das Freiburger Projekt mit insgesamt 1,5 Millionen Euro.
Bild: Universitätsklinikum Freiburg








