Auf der L110 zwischen Pflingsteck und Ottoschwanden könnte künftig ein Tempolimit gelten. Das Landratsamt Emmendingen prüft derzeit zwei Möglichkeiten für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Eine Bürgerinitiative fordert Tempo 70 und hat dafür mehr als 100 Unterschriften an Landrat Hanno Hurth übergeben.

Hinter der Petition steht die Bürgerinitiative „Weniger Lärm – mehr Sicherheit“. Nach Angaben vom Landratsamt stammen fast alle Unterschriften von direkten Anwohnern entlang vom betroffenen Abschnitt der L110.

Die Initiative begründet ihre Forderung vor allem mit der Lärmbelastung und der Verkehrssicherheit. Ihre Vertreter Peter Klüber und Ernst Bühler berichteten bei einem Gespräch im Landratsamt insbesondere von starkem Motorradverkehr. Dabei komme es aus ihrer Sicht teilweise zu hohen Geschwindigkeiten, riskanter Fahrweise und erheblicher Lärmentwicklung.

Landratsamt prüft zwei Möglichkeiten

Ob tatsächlich Tempo 70 angeordnet werden kann, steht noch nicht fest. Das Landratsamt prüft eine mögliche Geschwindigkeitsbegrenzung zum einen auf Grundlage vom Handlungsleitfaden Motorradlärm des baden-württembergischen Verkehrsministeriums. Zum anderen wird geprüft, ob eine Begrenzung aus Gründen der allgemeinen Verkehrssicherheit möglich ist.

Neben Tempo 70 fordert die Initiative regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen und Kontrollen von Fahrzeugen mit unzulässiger Lärmentwicklung. Sie betont nach Angaben vom Landratsamt, dass sich die Petition nicht grundsätzlich gegen Motorrad- oder Autofahrer richte.

Wann die Prüfung vom Landratsamt abgeschlossen sein wird und wann eine Entscheidung über ein mögliches Tempolimit fällt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Bild: Landratsamt Emmendingen

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