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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Titisee-Neustadt (Beschlussvorlage 2026/117 1. Ergänzung)
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Die Neustädter Innenstadt soll langfristig attraktiver werden und neue Entwicklungschancen erhalten. Titisee-Neustadt will deshalb die Aufnahme in die Städtebauförderung vorbereiten und damit Zuschüsse für Straßen, Plätze, Gebäude und neuen Wohnraum ermöglichen.

Der Gemeinderat entscheidet am 28. Juli, ob die Verwaltung die notwendigen Planungen und die Antragstellung ausschreiben darf. Für diese Vorarbeiten stehen im Haushalt 2026 insgesamt 25.000 Euro bereit.

Als mögliches Fördergebiet ist der Bereich rund um die Hauptstraße, Scheuerlenstraße, den Pfauenstich, Hirschenbuckel und die Adlerstraße vorgesehen. Dort sieht die Stadt besonders große Chancen für eine städtebauliche Aufwertung.

Mögliche Maßnahmen sind eine bessere Gestaltung vom Straßenraum, mehr Aufenthaltsqualität, die Aktivierung von leerstehenden Gebäuden, die Schaffung von Wohnraum und die Sanierung von Häusern. Auch brachliegende Flächen und die Nahversorgung könnten Teil vom Förderprojekt werden.

60 Prozent Förderung möglich

Bei der Städtebauförderung übernehmen Bund und Land grundsätzlich 60 Prozent von den förderfähigen Kosten. Die Stadt müsste 40 Prozent tragen. Der genaue Förderanteil hängt allerdings von der jeweiligen Maßnahme ab.

Bei Straßen und Wegen können die förderfähigen Kosten vollständig berücksichtigt werden, allerdings gilt eine Obergrenze von 250 Euro pro Quadratmeter. Auch neue Baumstandorte, Gebäudeabbrüche und die Sanierung von kommunalen oder privaten Gebäuden können bezuschusst werden.

Die Förderzeiträume laufen in der Regel über acht bis zwölf Jahre. Dadurch können auch größere und langfristige Projekte umgesetzt werden.

Konzepte werden zusammengeführt

Für einen erfolgreichen Antrag benötigt die Stadt zunächst ein gesamtstädtisches Entwicklungskonzept und ein genaueres Konzept für das geplante Fördergebiet. Darin müssen Probleme, Ziele und konkrete Maßnahmen beschrieben werden.

Titisee-Neustadt kann dabei auf zahlreiche vorhandene Planungen zurückgreifen. Dazu gehören das Stadtentwicklungskonzept 2035, das Projekt zur Gestaltung von den Ortsmitten, das Innenentwicklungskonzept, das Radverkehrskonzept, das Klimaschutzkonzept und die kommunale Wärmeplanung.

Diese Unterlagen sollen zusammengeführt, bei Bedarf aktualisiert und durch eine Bürgerbeteiligung ergänzt werden.

Erster Antrag frühestens 2027

Die erstmalige Bewerbung wäre voraussichtlich im Herbst 2027 für das Förderjahr 2028 möglich. Weil die Programme regelmäßig mehrfach überzeichnet sind, rechnet die Stadt damit, dass möglicherweise mehrere Anläufe erforderlich werden.

Nach einer Aufnahme in das Programm würde zunächst genau untersucht, welche Gebäude modernisiert werden müssen, welche Probleme im Gebiet bestehen und wie groß die Bereitschaft von Eigentümerinnen und Eigentümern zur Mitarbeit ist.

Erst danach würde das endgültige Sanierungsgebiet festgelegt. Die Stadt könnte dann öffentliche Projekte umsetzen und unter bestimmten Voraussetzungen auch private Sanierungen unterstützen.

Millionen flossen bereits nach Neustadt

Titisee-Neustadt hat in der Vergangenheit bereits mehrfach von der Städtebauförderung profitiert. In drei abgeschlossenen Sanierungsgebieten flossen insgesamt rund elf Millionen Euro von Bund und Land. Die Stadt brachte zusätzlich etwa 6,3 Millionen Euro ein.

Mit den Mitteln wurden unter anderem Straßen und Plätze neu gestaltet, der Busbahnhof geschaffen, Gebäude saniert, öffentliche Stellplätze gebaut und der Bereich entlang von der Gutach aufgewertet.

Auch zahlreiche private Eigentümer erhielten Unterstützung für Modernisierungen. Mit dem neuen Antrag will die Stadt an diese Erfahrungen anknüpfen und die Entwicklung von der Neustädter Innenstadt langfristig fortsetzen.

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