(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Emmendingen (Sitzungsvorlage 0035-10/26)
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Kostenlose Menstruationsprodukte in öffentlichen Einrichtungen und Schulen wird es wohl in Emmendingen vorerst nicht geben. Die Stadtverwaltung empfiehlt dem Gemeinderat in der kommenden Sitzung am Dienstag, den 28. Juli, einen entsprechenden Antrag der Grünen-Fraktion zum Haushalt abzulehnen.
Hintergrund sind schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit. Am Goethe-Gymnasium wurden 2022 auf Wunsch der Schülermitverantwortung (SMV) Spender mit Tampons und Binden auf Mädchentoiletten installiert. Laut Verwaltung wurden die Produkte jedoch häufig mutwillig beschädigt oder zweckentfremdet. Tampons seien bemalt, nass gemacht und als Wurfgeschosse verwendet worden. Außerdem seien Binden genutzt worden, um Toiletten zu verstopfen. Dadurch entstand zusätzlicher Reinigungsaufwand und der Verbrauch der Produkte stieg deutlich an.
Inzwischen befindet sich am Goethe-Gymnasium ein Spender im Krankenzimmer. Dort können sich Schülerinnen während des gesamten Schulvormittags selbst bedienen. Laut Verwaltung funktioniert dieses Modell problemlos. Zusätzlich werden Menstruationsprodukte weiterhin im Sekretariat ausgegeben.
Ähnliche Erfahrungen machte auch die Markgrafenschule. Dort wurde ein Spender auf der Mädchentoilette nach kurzer Zeit wieder entfernt. Auch dort erfolgt die Ausgabe inzwischen über das Sanitätszimmer und das Sekretariat.
An den übrigen Emmendinger Schulen werden Menstruationsprodukte ebenfalls im Sekretariat bereitgestellt. Im Jugendzentrum und im Jugendtreff Bürkle-Bleiche gibt es die Hygieneartikel seit über einem Jahr an der Theke beziehungsweise im Büro. Auf das Angebot wird über Hinweise in den Toiletten aufmerksam gemacht.
Aus Sicht der Stadt ist deshalb kein neues Pilotprojekt notwendig. Frei zugängliche Spender auf Toiletten hält die Verwaltung nach den bisherigen Erfahrungen für ungeeignet und empfiehlt dem Gemeinderat, den Antrag abzulehnen.








