(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadtverwaltung Weil am Rhein (Beschlussvorlage 2026/1467)
Steigende Kosten und sinkende Fördermittel zwingen die Volkshochschule Weil am Rhein zu einer Anpassung ihrer Gebühren. Am Dienstag, 14. April 2026, hat sich zunächst der Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschuss mit der geplanten Änderung beschäftigt, bevor der Gemeinderat am 21. April 2026 final entscheidet.
Nach Angaben der Stadtverwaltung ist eine Änderung der Satzung notwendig, da die Gebühren dort festgelegt sind. Inhaltlich bleibt die Satzung unverändert, lediglich die Preise werden angepasst. Hintergrund sind vor allem finanzielle Einbußen im Bereich der Integrationskurse. Laut Stadtkämmerei wirkt sich ein Zulassungsstopp des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge deutlich auf die Einnahmen aus. Für das Jahr 2026 wird mit rund 400.000 Euro an Fördermitteln gerechnet – deutlich weniger als noch 2024.
Gleichzeitig steigen die Sachkosten. Die Kalkulation geht von einem Plus von etwa zehn Prozent aus. Während 2024 noch ein Kostendeckungsgrad von über 83 Prozent erreicht wurde, rechnet die Stadt für 2026 nur noch mit etwa 64 Prozent.
Um gegenzusteuern, soll das offene Kursangebot ausgebaut werden. Ziel ist es, unabhängiger von Integrationskursen zu werden und zusätzliche Einnahmen zu generieren. Bereits im Haushaltsplan zeigt sich laut Stadt ein Anstieg der Gebühreneinnahmen im offenen Programm.
Konkret ist eine Erhöhung um rund fünf Prozent vorgesehen. Für Standardkurse mit mindestens acht Teilnehmenden steigt die Gebühr von 4,00 auf 4,20 Euro. Kleingruppen zahlen künftig 6,72 statt 6,40 Euro, sogenannte vhespresso-Kurse erhöhen sich von 16 auf 16,80 Euro.
Die neuen Gebühren sollen zum Beginn vom Wintersemester am 21. September 2026 in Kraft treten. Eine erneute Überprüfung der Kalkulation ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Im regionalen Vergleich bleiben die Preise laut Verwaltung weiterhin im üblichen Rahmen.





