(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universität Freiburg

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Ein möglicher Durchbruch in der Behandlung von Hirnkrankheiten kommt aus Freiburg: Forschende haben einen neuen Ansatz für Zelltherapien entwickelt. Am Mittwoch, 1. April 2026, stellte die Universität Freiburg die Ergebnisse vor.

Demnach ist es gelungen, bestimmte Immunzellen an den Blutgefäßen des Gehirns gezielt auszutauschen. Laut Universität könnten diese sogenannten Makrophagen künftig eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Erkrankungen wie Alzheimer spielen.

Die Wissenschaftler konnten im Tiermodell zeigen, dass sich defekte Zellen durch neu gebildete ersetzen lassen. Dafür wird ein kontrollierter Zelltod ausgelöst, wodurch neue, funktionierende Zellen nachrücken. Besonders wichtig: Die empfindlichen Immunzellen im eigentlichen Gehirngewebe bleiben dabei unangetastet.

Die betroffenen Zellen befinden sich an der sogenannten Blut-Hirn-Schranke und übernehmen wichtige Aufgaben. Sie regulieren, welche Stoffe ins Gehirn gelangen, und helfen beim Abtransport von Abfallstoffen. Funktionieren sie nicht richtig, können sich schädliche Ablagerungen bilden – ein zentraler Faktor bei Alzheimer.

Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Nature Immunology veröffentlicht. Nach Angaben der Forschenden ist die Methode ein wichtiger erster Schritt, um künftig neue Therapieansätze für verschiedene Hirnerkrankungen zu entwickeln.

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