(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universität Freiburg

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Ein Forschungsteam der Universität Freiburg hat ein Protein entdeckt, das Pflanzen bei der sogenannten Selbstdüngung hilft. Die Erkenntnisse könnten langfristig dazu beitragen, den Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft zu reduzieren.

Am Montag, 9. März 2026, stellte die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg die Ergebnisse einer internationalen Studie vor. Demnach spielt das Protein SYFO2 eine zentrale Rolle bei der Fähigkeit von Hülsenfrüchten, Stickstoff aus der Luft zu nutzen.

Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen gehen eine Symbiose mit bestimmten Bodenbakterien ein, sogenannten Rhizobien. Diese Bakterien können Stickstoff aus der Luft binden und für das Wachstum der Pflanzen verfügbar machen. Die Pflanze versorgt die Mikroorganismen im Gegenzug mit Nährstoffen.

Das Forschungsteam um den Freiburger Pflanzenbiologen Thomas Ott konnte erstmals zeigen, dass das Protein SYFO2 entscheidend dafür ist, dass die Bakterien in die Wurzelzellen eindringen können. Dadurch entstehen sogenannte Wurzelknöllchen, in denen der Stickstoff gebunden wird.

Den Forschenden gelang außerdem ein weiterer Schritt: Sie konnten eine entsprechende Variante des Proteins in Tomatenpflanzen aktivieren. Damit eröffnet sich nach Angaben der Universität eine neue Perspektive für Nutzpflanzen, die bislang keine solche Symbiose eingehen.

Langfristig könnte die Forschung dazu beitragen, Pflanzen zu entwickeln, die weniger Dünger benötigen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht.

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