(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Innenministerium Baden-Württemberg

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Mehr Sicherheit im Polizeialltag steht im Fokus eines neuen Pilotprojekts der Polizei Baden-Württemberg. Ab sofort startet eine zweijährige Testphase für den Einsatz sogenannter Taser im Streifendienst. Ziel ist es, zu prüfen, ob sich das Einsatzmittel flächendeckend für die Polizei eignet, wie das Innenministerium des Landes mitteilt.

Im ersten Jahr testen das Polizeipräsidium Freiburg und das Polizeipräsidium Einsatz Göppingen das Modell Taser 7 des Herstellers Axon. Insgesamt wurden dafür 40 Geräte beschafft. Eingesetzt werden sie in den Polizeirevieren Freiburg-Nord und Freiburg-Süd sowie in Titisee-Neustadt und Weil am Rhein. Zusätzlich beteiligt sich eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit des Polizeipräsidiums Einsatz an dem Praxistest.

Nach Angaben des Innenministeriums sollen die Erfahrungen aus dem täglichen Streifendienst ebenso ausgewertet werden wie Einsätze in besonderen Lagen. Dabei geht es unter anderem um Fragen der Praxistauglichkeit, der Einsatzgrenzen und der Akzeptanz bei den Einsatzkräften. Tasern kommt vor allem in statischen Einsatzsituationen eine mögliche Rolle zu, etwa bei Bedrohungslagen mit aggressiven Personen.

Der Einsatz von Tasern ist in Baden-Württemberg bereits seit 2007 zugelassen. Bislang werden sie ausschließlich von Spezialeinheiten genutzt. Seit der Einführung kam das Einsatzmittel laut Innenministerium in 86 Fällen zum Einsatz. Messerangriffe gelten weiterhin als ungeeignetes Szenario für den Taser, da diese meist hochdynamisch und aus kurzer Distanz erfolgen.

Nach Abschluss der beiden jeweils einjährigen Testphasen soll die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg die Ergebnisse wissenschaftlich auswerten. Auf dieser Grundlage soll anschließend über einen möglichen flächendeckenden Einsatz entschieden werden.

Bild: KI-generiert

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