(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg
Ernüchternder Auftakt für die Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg: Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Betroffen sind rund 6.700 Beschäftigte in sieben kommunalen Verkehrsunternehmen, darunter auch in Freiburg.
Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di begründen die Arbeitgeber ihre Zurückhaltung mit der angespannten Finanzlage der Kommunen. Verhandelt wird mit dem Kommunaler Arbeitgeberverband Baden-Württemberg. ver.di kündigte an, nun innerhalb der Tarifkommission über mögliche weitere Schritte zu beraten.
Inhaltlich fordert die Gewerkschaft unter anderem höhere Zuschläge für Nacht-, Sonntag- und Samstagsarbeit, eine bessere Vergütung von Überstunden sowie Zulagen entsprechend der individuellen Entgeltstufe. Hintergrund ist laut ver.di die hohe Belastung der Beschäftigten durch Überstunden und Arbeitsverdichtung, die unter anderem aus Personalmangel resultiere. Aktuell liege der Stundenlohn für Überstunden teilweise unter dem regulären Stundenlohn, wodurch Mehrarbeit für die Arbeitgeber günstiger sei als Neueinstellungen.
Die Tarifrunde knüpft an Vereinbarungen aus dem Jahr 2024 an, bei denen bereits Entlastungsregelungen beschlossen wurden. Diese hätten laut Gewerkschaft zu sinkenden Krankenständen geführt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Anfang Februar angesetzt.
Parallel laufen Tarifrunden zu den Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr in allen Bundesländern. Bundesweit sind knapp 150 kommunale Verkehrsunternehmen betroffen.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)


