(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Badenova

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22 im Südwesten aktive Windpark-Projektierer schlagen Alarm: Nach der jüngsten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur droht Baden-Württemberg beim Windkraft-Ausbau leer auszugehen. In einem gemeinsamen Forderungspapier warnen die Unternehmen vor einem faktischen Windkraft-Aus im Süden.

Auslöser ist die starke Überzeichnung der aktuellen EEG-Ausschreibung für Windenergie an Land. Nach einer Prognose der Unternehmensberatung enervis könnten Baden-Württemberg und Bayern in der laufenden Runde vollständig ohne Zuschläge bleiben.

Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die Freiburger Energieversorger Badenova, Ökostrom Freiburg und die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) sowie 19 weitere Projektierer. Sie kritisieren, dass der aktuelle EEG-Mechanismus regionale Besonderheiten nicht ausreichend berücksichtigt.

Im Südwesten seien Projekte häufig teurer – unter anderem wegen anspruchsvoller Topografie, komplexerer Genehmigungsverfahren und höherer Infrastrukturkosten. Gleichzeitig biete Windkraft im Süden systemische Vorteile: andere Erzeugungsprofile als im Norden könnten Netzengpässe reduzieren und den Bedarf an zusätzlichen Stromtrassen verringern.

Zwar ist die Zahl der Genehmigungen in Baden-Württemberg zuletzt gestiegen. Ohne wirtschaftliche Zuschläge blieben viele Projekte jedoch in der Schublade. Die Unternehmen fordern daher im Zuge der geplanten EEG-Novelle unter anderem eine stärkere Berücksichtigung regionaler Systemvorteile sowie eine Erhöhung der Ausschreibungsmenge.

Vorgestern wurden am Roßkopf bei Gundelfingen zwei neue Windräder in Betrieb genommen.

Bild: Badenova

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