(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg
Neue Mini-Batterien könnten künftig medizinische Geräte länger und nachhaltiger betreiben. Das Land Baden-Württemberg startet dafür das Forschungsprojekt „Medicell“.
Im März 2026 beginnt das Projekt, bei dem Forschende aus Ulm, Stuttgart und Karlsruhe gemeinsam mit der Industrie an wiederaufladbaren Miniatur-Batterien arbeiten. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wird das Vorhaben mit rund acht Millionen Euro gefördert.
Ziel ist die Entwicklung besonders kleiner Lithium-Ionen-Batterien für tragbare Medizintechnik wie Hörgeräte oder Insulinpumpen. Diese nutzen bislang häufig Einwegbatterien, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Die neuen Batterien sollen längere Laufzeiten ermöglichen und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren.
Koordiniert wird das Projekt vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Ulm. Weitere Partner sind Forschungseinrichtungen in Karlsruhe und Stuttgart sowie ein Unternehmen aus Ellwangen. Auch weitere Firmen aus Maschinenbau und Medizintechnik sollen eingebunden werden.
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und soll nicht nur die Medizintechnik voranbringen. Laut Ministerium könnten die Ergebnisse auch auf andere Bereiche übertragen werden, etwa in der Industrie oder bei neuen Technologien.
Die Landesregierung sieht in der Batterieforschung eine Schlüsseltechnologie für die wirtschaftliche Entwicklung. Mit Projekten wie „Medicell“ soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg gestärkt werden.





