(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
Eine selten dokumentierte Wanderung sorgt für Aufsehen: Ein Luchs aus dem Südschwarzwald hat den Rhein überquert und ist bis in die Schweiz gewandert.
Im März 2026 gelang es der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg erstmals, die Querung des Hochrheins durch einen Luchs per GPS-Daten nachzuvollziehen. Das Tier namens „Juro“ überquerte den Fluss bei Laufenburg und zog anschließend weiter bis in die Ausläufer des Juragebirges. Laut FVA hält er sich seither in mehreren Schweizer Kantonen auf.
Nach Angaben der Fachleute zeigt die Wanderung, wie wichtig vernetzte Lebensräume für Wildtiere sind. Der Luchs wurde bereits im Sommer 2025 bei Schopfheim entdeckt und mit einem Sender ausgestattet. Seitdem liefern seine Bewegungsdaten wertvolle Erkenntnisse über Streifgebiete und Wanderkorridore.
Besonders bemerkenswert: Auf seinem Weg überwand Juro mehrere große Verkehrsachsen, darunter auch die A98 und die B34. Laut FVA liefert das wichtige Hinweise darauf, welche Routen Wildtiere tatsächlich nutzen und wo zusätzliche Schutzmaßnahmen notwendig sind.
Die Wanderung steht vermutlich im Zusammenhang mit der Paarungszeit. Laut FVA verließ der Luchs sein bisheriges Revier im Südschwarzwald auf der Suche nach einem Weibchen.
Die Forschenden betonen, dass der Austausch zwischen Luchspopulationen in Baden-Württemberg und der Schweiz entscheidend für eine stabile Entwicklung der Art ist. Projekte zur Wiederansiedlung und zum Schutz von Wildtierkorridoren sollen diesen Austausch künftig weiter fördern.





