(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Waldkirch (Sitzungsvorlage 2026/043)
Ein öffentliches Gedenken soll künftig die Erinnerungskultur in Waldkirch stärken und breiter sichtbar machen. Am Mittwoch, 25. März 2026, berät der Gemeinderat über einen Antrag zum Gedenktag am 27. Januar.
Die Fraktion DOL & Grüne schlägt in ihrem Antrag vor, den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus künftig jährlich mit einer öffentlichen Kranzniederlegung und einer Gedenkveranstaltung zu begehen. Zusätzlich soll die Stadtverwaltung ein Konzept für eine umfassendere Veranstaltung ab dem Jahr 2027 entwickeln. Dabei sollen lokale Initiativen, Vereine, Kirchen und Schulen eingebunden werden.
Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es bislang keine feste Tradition für diesen Gedenktag in Waldkirch. In den vergangenen beiden Jahren fanden lediglich stille Kranzniederlegungen mit Vertretern der Stadt und des Gemeinderats statt. Ein strukturierter Rahmen oder regelmäßige öffentliche Formate fehlen bislang.
Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 und wurde 1996 bundesweit als offizieller Gedenktag eingeführt. Ziel ist laut Verwaltung eine bewusste Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und ihren Folgen.
In Waldkirch nimmt bislang vor allem der Volkstrauertag im November eine zentrale Rolle ein. Dieser wird regelmäßig mit einem umfangreichen Programm, Beteiligung von Vereinen und thematischen Beiträgen gestaltet. Der 27. Januar hingegen könnte künftig stärker in den Fokus rücken – etwa durch Lesungen, Ausstellungen oder Projekte mit Schulen.
Die Verwaltung sieht grundsätzlich Möglichkeiten, den Gedenktag gemeinsam mit lokalen Akteuren weiterzuentwickeln. Auch Kooperationen mit Einrichtungen in der Region sind denkbar. Die Kosten für erste Formate gelten als überschaubar, eine einfache Kranzniederlegung liegt laut Stadt bei rund 300 Euro.





