(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Universität Freiburg
Orientierung im komplexen Parteienspektrum soll der WahlSwiper zur Landtagswahl in Baden-Württemberg bieten. Die interaktive Wahlentscheidungshilfe ist ab sofort verfügbar und richtet sich an alle, die ihre politische Position mit den Programmen der Parteien vergleichen möchten.
Nach Angaben der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg umfasst der WahlSwiper 37 Fragen zu zentralen landespolitischen Themen. Dazu zählen unter anderem Bildung, innere Sicherheit, Migration, Energie, Finanzen, Verkehr und Demokratie. Nutzerinnen und Nutzer beantworten die Fragen per Wischbewegung und erhalten anschließend eine prozentuale Übereinstimmung mit den Positionen der Parteien.
Wissenschaftlich betreut wird das Projekt von einem Team um den Freiburger Politikwissenschaftler Uwe Wagschal. Ziel sei es, komplexe Wahlprogramme in ein verständliches und datenbasiertes Format zu übersetzen. Insgesamt beteiligten sich 18 der 21 zur Wahl zugelassenen Parteien an dem Projekt und beantworteten die Fragen vorab.
Die Auswertung zeigt teils deutliche inhaltliche Unterschiede, aber auch Überschneidungen zwischen den Parteien. Besonders große programmatische Distanzen bestehen laut Analyse zwischen linken und konservativen Parteien, während es in anderen Konstellationen vergleichsweise hohe Übereinstimmungen gibt. Die Ergebnisse sollen vor allem dazu beitragen, politische Unterschiede transparenter zu machen.
Der WahlSwiper wurde erstmals 2017 eingesetzt und mehrfach ausgezeichnet. Neben der Entscheidungshilfe für Wählerinnen und Wähler liefert das Projekt auch wissenschaftliche Erkenntnisse über das Parteiensystem im Land.





