(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Verwaltungsgericht Freiburg
Das Verwaltungsgericht Freiburg arbeitet am Limit: 2025 sind dort so viele neue Verfahren eingegangen wie seit Jahren nicht mehr. Am Mittwoch, 1. April 2026, hat das Gericht seinen Jahresbericht vorgelegt und diesen Rekord präsentiert.
Demnach wurden im vergangenen Jahr 8.763 neue Verfahren registriert. Das sind 43 Prozent mehr als 2024. Besonders stark stieg die Zahl der Asylverfahren. Sie kletterte laut Verwaltungsgericht von 3.876 auf 6.416. Auch bei den allgemeinen Verwaltungsrechtssachen gab es einen Anstieg, wenn auch deutlich moderater.
Hintergrund ist nach Angaben des Gerichts vor allem der Abbau offener Fälle beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Besonders viele neue Verfahren kamen aus den Herkunftsländern Türkei, Afghanistan und Guinea. Ende 2025 lagen beim Verwaltungsgericht Freiburg insgesamt 6.380 anhängige Verfahren auf dem Tisch. Ein Jahr zuvor waren es noch 4.035.
Trotz leicht aufgestocktem Personal konnte das Gericht die steigende Belastung nur teilweise auffangen. 39 Richterinnen und Richter waren zum Jahresende tätig. Insgesamt wurden 6.418 Verfahren erledigt. Die durchschnittliche Dauer von Klageverfahren stieg leicht an: auf 9,8 Monate in allgemeinen Verwaltungsrechtssachen und 7,9 Monate in Asylsachen.
Für 2026 erwartet das Gericht weitere Herausforderungen. Dazu zählen die Reform des europäischen Asylsystems ab Donnerstag, 12. Juni 2026, sowie mögliche zusätzliche Verfahren nach Entscheidungen des BAMF zu Syrien. Auch die Anfechtung der Bürgermeisterwahl in Staufen wird am 24. April 2026 verhandelt.





