(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universität Freiburg
Eine Studie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sieht Baden-Württemberg auf dem Weg zur Klimaneutralität vor großen Herausforderungen. Ein Policy Brief des Projekts „KoRPSA“ zeigt: Ohne gezieltes Kohlenstoffmanagement wird das Ziel bis 2040 kaum erreichbar sein.
Hintergrund sind unvermeidbare CO₂-Emissionen in Industrien wie Zement-, Kalkproduktion oder Abfallverbrennung. Selbst bei konsequenter Emissionsvermeidung bleiben dort Restemissionen bestehen, die aufgefangen oder gespeichert werden müssen.
Projektleiterin Anke Weidlich betont, dass Kohlenstoffmanagement die Emissionsvermeidung ergänzen soll – nicht ersetzen. Ziel ist es, CO₂ entweder gar nicht erst in die Atmosphäre gelangen zu lassen, es aktiv zu entfernen oder langfristig zu speichern.
Ein Problem: In Baden-Württemberg fehlen bislang sowohl Abscheideanlagen als auch Transport- und Speicherinfrastrukturen. Laut Studie könnte das Land künftig auf überregionale Lösungen angewiesen sein – etwa CO₂-Speicher in der Nordsee. Dafür seien frühzeitig internationale Kooperationen notwendig, etwa mit Frankreich, der Schweiz und Österreich.
Neben technischen Lösungen sehen die Forschenden auch gesellschaftliche Herausforderungen. Da viele Menschen mit dem Thema noch wenig vertraut sind, sei ein transparenter Dialog wichtig, um Akzeptanz zu schaffen.
Der Policy Brief wurde im Rahmen des Projekts „KoRPSA“ erstellt – einer Kooperation der Universität Freiburg mit dem Karlsruher Institut für Technologie und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.





