(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg
Virtuelle Realität könnte künftig eine größere Rolle in der Behandlung von Angststörungen spielen. Am Donnerstag, 22. Januar 2026, hat das Universitätsklinikum Freiburg über zwei laufende Studien informiert, in denen VR-gestützte Psychotherapie bei Höhenangst und Sozialer Phobie untersucht wird.
In beiden Studien kommen realitätsnahe virtuelle Umgebungen zum Einsatz, die typische Angstsituationen gezielt nachbilden. Ziel ist es nach Angaben der Klinik, die Wirkmechanismen der Psychotherapie besser zu verstehen und bewährte Behandlungsansätze mithilfe moderner Technik weiterzuentwickeln. Grundlage ist die Expositionstherapie, bei der sich Betroffene schrittweise mit angstauslösenden Situationen auseinandersetzen.
Die erste Studie richtet sich an Erwachsene mit Höhenangst. Die Therapie umfasst zehn Sitzungen kognitiver Verhaltenstherapie innerhalb von sechs Wochen. Die virtuellen Höhenszenarien werden dabei individuell angepasst. Begleitend werden psychologische und biologische Daten erhoben, um Veränderungen während der Behandlung zu analysieren. Termine sind werktags zwischen 8 und 16 Uhr vorgesehen.
Die zweite Studie befasst sich mit Sozialer Phobie. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen werden Patientinnen und Patienten in virtuellen sozialen Situationen wie Gesprächen oder Vorträgen therapeutisch begleitet. Auch hier finden ergänzende psychologische und biologische Untersuchungen statt. Die Termine liegen ebenfalls montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr.
Für beide Studien werden aktuell Teilnehmende gesucht. Die Forschenden erhoffen sich Erkenntnisse darüber, wie virtuelle Realität Therapien präziser, kontrollierbarer und langfristig wirksamer machen kann.


