(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Universität Freiburg

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Millionen Pflanzenbeobachtungen aus der Bevölkerung liefern neue Einblicke in die globale Pflanzenwelt. Zwei internationale Studien unter Leitung der Universität Freiburg zeigen, wie sogenannte Citizen-Science-Daten genutzt werden können, um Eigenschaften von Pflanzen und Ökosystemen weltweit deutlich genauer zu erfassen.

Nach Angaben der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg kombinierten die Forschenden Smartphone-Fotos und Beobachtungen von Bürgerinnen und Bürgern mit Satelliten-, Klima- und Bodendaten. Auf dieser Basis wurden KI-Modelle trainiert, die Pflanzeneigenschaften wie Wuchshöhe, Blattgröße oder Nährstoffgehalt direkt aus Bildern erkennen können.

Eine der Studien ermöglichte es, die bislang detailliertesten und zuverlässigsten globalen Karten funktioneller Pflanzenmerkmale zu erstellen. Besonders in Regionen mit bislang wenigen Messdaten konnten laut Universität große Wissenslücken geschlossen werden. Die Karten bilden eine wichtige Grundlage, um globale Vegetations- und Klimamodelle weiterzuentwickeln.

Ein zweiter Forschungsansatz wertete Smartphone-Fotos aus Bürgerforschungsplattformen mithilfe Künstlicher Intelligenz aus. Die KI berücksichtigt dabei auch Unsicherheiten wie Bildqualität und kombiniert einzelne Beobachtungen zu großflächigen Auswertungen. So entstehen neue Karten zur weltweiten Verteilung zentraler Pflanzenmerkmale.

Für diesen KI-basierten Ansatz erhielt eine der Studien internationale Anerkennung. Sie wurde auf einer großen Konferenz zur Künstlichen Intelligenz in der Kategorie gesellschaftliche Wirkung ausgezeichnet. Die Universität sieht darin ein Beispiel dafür, wie Bürgerforschung, moderne Datenanalyse und Umweltforschung sinnvoll zusammenwirken können.

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