(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Universität Freiburg
Forschende der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg haben einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, mit dem Mitochondrien die Fettspeicher einer Zelle beeinflussen können. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nature Cell Biology veröffentlicht.
Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Bonn, des Universitätsklinikum Bonn und der Universität Münster untersuchte das Team um Nikolaus Pfanner und Thomas Becker die sogenannten Mitochondrien – die „Kraftwerke“ der Zelle.
Erforscht wurde der Mechanismus in der Bäckerhefe. Im Zentrum steht der sogenannte MIM-Komplex, eine molekulare Maschine in der äußeren Membran der Mitochondrien. Dieser ist normalerweise für den Einbau bestimmter Proteine zuständig.
Die Forschenden konnten nun zeigen, dass der MIM-Komplex zusätzlich ein Enzym namens Ayr1 bindet. Dieses spielt eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel. Durch die Bindung von Ayr1 lagern sich mehr Lipidtröpfchen – also zelluläre Fettspeicher – an die Mitochondrien an. Je mehr Ayr1 andockt, desto mehr Lipidtröpfchen entstehen in der Zelle.
Bislang wurde dieser Mechanismus nur in Hefezellen nachgewiesen. Da es jedoch vergleichbare Strukturen auch in menschlichen Zellen gibt, vermuten die Forschenden, dass ähnliche Prozesse auch beim Menschen eine Rolle spielen könnten – etwa bei Stoffwechselerkrankungen.
Gefördert wurde die Studie unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Europäischen Forschungsrat.





