(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
Der Hochwasserschutz am Rhein geht im Kreis Emmendingen einen weiteren Schritt voran. Mitte Januar beginnen im künftigen Hochwasserrückhalteraum Wyhl/Weisweil die Arbeiten zum Schlutenausbau. Damit startet eine der ersten sichtbaren Baumaßnahmen für das Großprojekt.
Nach Angaben des Regierungspräsidium Freiburg wird zunächst im Weisweiler Forst eine Schlutenverbindung hergestellt. Dabei werden die bestehenden Gewässer Obere Hansenkehle und Meliorationsgraben miteinander verbunden. Zum Auftakt stehen Waldarbeiten und die Entnahme von Gehölzen an, anschließend wird die neue Schlut ausgehoben und der Gewässerverlauf naturnah modelliert.
Schluten sind ehemalige Seitenarme des Rheins, die nur bei höheren Wasserständen durchflossen werden. Sie spielen laut RP eine zentrale Rolle bei der späteren Befüllung und Entleerung des Rückhalteraums. Gleichzeitig tragen sie zur Auenrenaturierung bei und schaffen neue Lebensräume, unter anderem für seltene Libellenarten wie die Helm-Azurjungfer.
Im Anschluss an die Schlutenverbindungen ist der Ausbau weiterer Gewässer innerhalb des Rückhalteraums vorgesehen. Weitere größere Bauabschnitte sollen im Laufe des Jahres ausgeschrieben und umgesetzt werden.
Das Land Baden-Württemberg setzt das Projekt im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms um, das insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume zwischen Basel und Mannheim umfasst. Nach Fertigstellung können im Rückhalteraum Wyhl/Weisweil bis zu 7,7 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden.


