(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg

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Mehr Geld, klarere Regeln: Die Stadt Freiburg will die Projektförderung im Bereich Rock-Pop-Jazz neu ordnen. Am Dienstag, 3. März 2026, entscheidet der Gemeinderat über neue Vergabemodalitäten und die Besetzung einer Fachjury für die Jahre 2026 bis 2029.

Hintergrund ist die deutliche Aufstockung des Fördertopfs. Nach Angaben des Kulturamts steigt das Projektförderbudget von zuletzt 14.000 Euro auf künftig 40.000 Euro pro Jahr ab 2026. Damit sollen Förderkriterien und ein transparentes Verfahren festgelegt werden, weil die Zahl der Anträge in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.

Vorgesehen ist eine Aufteilung in drei Bereiche: 28.300 Euro sollen über ein Juryverfahren an Konzerte und Musikveranstaltungen vergeben werden. Dazu sind zwei Fristen pro Jahr geplant, jeweils zum 1. Mai und 1. November. Für 2026 soll die erste Frist einmalig bereits am 1. April enden, um früher Planungssicherheit zu schaffen. Die Stadt schlägt eine maximale Förderung von 6.000 Euro pro Antrag vor; diese Grenze soll nach zwei Jahren überprüft werden.

Weitere 6.000 Euro sind als Export-Förderung geplant, etwa für Fahrt- oder Übernachtungskosten bei Auftritten außerhalb Freiburgs, zum Beispiel bei Festivals oder Wettbewerben. Dieses Budget soll laut Vorlage ganzjährig in einem schlanken Verfahren direkt über das Kulturamt vergeben werden. Zusätzlich sollen weiterhin 5.700 Euro pro Jahr in das RegioNet der Popakademie Baden-Württemberg fließen, das Popprojekte im Großraum Freiburg unterstützt.

Bei den Förderkriterien nennt die Verwaltung unter anderem öffentliche Präsentationen in Freiburg, künstlerische Qualität, Sichtbarkeit und barrierearme Zugänglichkeit sowie neue Formate. Zudem sollen Auftrittsmöglichkeiten niedrigschwellig bleiben, Nachwuchs gestärkt und bislang unterrepräsentierte Gruppen im Popbereich sichtbarer werden. Nicht vorgesehen ist eine Förderung von Tonträger- oder Videoproduktionen sowie reinen Streaming-Anlässen.

Über die Projektanträge soll eine vierköpfige Fachjury entscheiden. Vorgeschlagen sind nach Angaben der Stadt Personen mit Schwerpunkten von Hiphop und Jugendkultur bis Pop, Jazz sowie Rock. Die Verwaltung soll bei einem vorzeitigen Ausscheiden nachbesetzen und den Kulturausschuss informieren.

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