(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Erzdiözese Freiburg
Mut zur Gemeinschaft in einer polarisierten Gesellschaft hat Erzbischof Stephan Burger beim Neujahrsempfang der Erzdiözese Freiburg eingefordert. Vor rund 340 Gästen im Collegium Borromaeum warnte der Freiburger Erzbischof vor einer zunehmenden Verhärtung des gesellschaftlichen Klimas und rief zu mehr Dialog und gegenseitigem Gehörtwerden auf.
Nach Angaben der Erzdiözese verwies Burger auf emotionalisierte Debatten, wachsenden Antisemitismus und eine Sprache der Unversöhnlichkeit, die demokratische Prozesse belaste. Dem stellte er das Prinzip der Synodalität entgegen, das Zuhören, Beteiligung und Verantwortung verbinde. Diese Haltung sei nicht nur innerkirchlich relevant, sondern könne auch als gesellschaftliches Modell dienen.
Ein zentrales Thema war internationale Solidarität. Burger unterstrich die Bedeutung langfristiger Partnerschaften und nannte die seit 40 Jahren bestehende Verbindung mit der Kirche in Peru als Beispiel. In Zeiten globaler Krisen dürfe das Schicksal anderer Gesellschaften nicht ausgeblendet werden, sagte er nach Angaben der Pressestelle.
Konkret verwies der Erzbischof auf Veränderungen innerhalb der Erzdiözese. Zum Jahresbeginn sind im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 insgesamt 36 neue Pfarreien gestartet. Dieser Schritt sei laut Burger mehr als eine Verwaltungsreform und solle neue Wege des Glaubens und der Beteiligung eröffnen.
Unter den Gästen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft, darunter Freiburgs Oberbürgermeister sowie die Leitung der Universität Freiburg. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von einem Chor der Klosterschule vom Heiligen Grab.


