(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg

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Neue Bildgebung aus Freiburg könnte Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer künftig deutlich früher sichtbar machen. Forschende arbeiten an einer Methode, mit der biochemische Veränderungen im Körper schon lange vor ersten Symptomen erkannt werden könnten.

Am Donnerstag, 5. März 2026, stellte das Universitätsklinikum Freiburg ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Universität Straßburg vor. Im Projekt „QUANTUM-PRECISION“ wird die Magnetresonanztomographie – kurz MRT – mithilfe quantenmechanischer Verfahren erweitert. Ziel ist es, selbst schwache Stoffwechselprozesse sichtbar zu machen und Krankheiten präziser zu diagnostizieren.

Während klassische MRT-Aufnahmen vor allem Strukturen von Organen und Gewebe zeigen, setzen die Forschenden bei molekularen Abläufen im Körper an. Dabei werden bestimmte Stoffwechselmoleküle außerhalb des Körpers mit einer quantentechnologischen Methode – der sogenannten Hyperpolarisation – vorbereitet. Dadurch senden sie im MRT ein deutlich stärkeres Signal.

Nach der Injektion können die Forschenden verfolgen, wie diese Moleküle im Körper verarbeitet werden. Laut Universitätsklinikum Freiburg lassen sich dadurch typische Muster erkennen. Tumorzellen produzieren beispielsweise besonders viel Laktat, während bei Alzheimer der Energiestoffwechsel der Zellen gestört ist.

Die neue Methode befindet sich derzeit noch in der präklinischen Phase. In den kommenden Jahren soll sie weiterentwickelt und anschließend in klinischen Studien getestet werden. Ziel ist es, Erkrankungen früher zu erkennen und Therapien besser überwachen zu können.

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