(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Sitzungsvorlage DRS 13/2026
Nach der geplanten Schließung der Helios Rosmann Klinik in Breisach arbeitet der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an neuen Strukturen für die medizinische Versorgung in der Region. Eine aktuelle Informationsvorlage für den Kreistag zeigt, wie Versorgung und Klinikstandort künftig gesichert werden sollen.
Am Dienstag, 10. März 2026, informiert die Kreisverwaltung den Kreistag über den aktuellen Stand der medizinischen Versorgung rund um Breisach. Die Helios Rosmann Klinik soll nach einem früheren Kreistagsbeschluss zum 30. Juni 2026 schließen.
Die stationäre Versorgung im Landkreis soll laut Landratsamt künftig vor allem über das Universitätsklinikum Freiburg sowie die Helios-Kliniken in Müllheim und Titisee-Neustadt erfolgen. Ergänzend stehen im Freiburger Stadtgebiet weitere Kliniken der Grund- und Regelversorgung zur Verfügung.
Die ambulante Versorgung gilt nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg weiterhin als gut. In Breisach und den angrenzenden Regionen liegt der Versorgungsgrad bei Hausärzten zwischen 110 und 126 Prozent. Trotzdem können in einzelnen ländlichen Bereichen längere Wartezeiten oder Schwierigkeiten bei der Praxisnachfolge auftreten.
Auch die Notfallversorgung wurde neu bewertet. Seit Ende Dezember 2025 ist die Notaufnahme in Breisach geschlossen. Notaufnahmen befinden sich weiterhin in Müllheim, Titisee-Neustadt und mehreren Kliniken in Freiburg. Nach Einschätzung des zuständigen Rettungsdienst-Bereichsausschusses bleibt die Versorgung im Landkreis gewährleistet.
Für den bisherigen Klinikstandort in Breisach laufen gleichzeitig Gespräche über eine neue Nutzung. Nach Angaben des Landratsamtes wird derzeit über eine Ansiedlung der Seidel-Klinik der Mediclin-Gruppe verhandelt. Die Fachklinik für rheumatische und Wirbelsäulenerkrankungen könnte in die bisherigen Gebäude einziehen und dort gemeinsam mit bereits vorhandenen Arztpraxen arbeiten.
Stadt und Landkreis wollen den Standort damit langfristig als Gesundheitszentrum weiterentwickeln. Weitere Gespräche zur ambulanten Versorgung und zur Notfallstruktur sind für Ende März geplant.





