(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Gemeinde Kirchzarten (Beschlussvorlagen 2026/022, 2026/030, 2026/047 und Anhänge)

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In Kirchzarten stehen große Änderungen bei der Kinderbetreuung an: Der Gemeinderat soll ein neues Gebührenmodell, kürzere Betreuungszeiten und angepasste Gebühren in der Schulbetreuung beschließen.

Kernpunkt ist ein komplett neues System für Kita-Gebühren ab September 2026. Statt pauschaler Beiträge sollen die Kosten künftig stärker vom Einkommen, der Betreuungszeit und der familiären Situation abhängen. Grundlage ist eine Berechnungsformel mit mehreren Faktoren – darunter Einkommen, Betreuungsumfang, Geschwisterzahl und ein Abschlag für Alleinerziehende.

Ziel ist laut Verwaltung ein sozial gerechteres System und langfristig ein Kostendeckungsgrad von rund 20 Prozent. Während Familien mit geringerem Einkommen teilweise entlastet werden, müssen insbesondere Haushalte mit höherem Einkommen deutlich mehr zahlen. In einzelnen Fällen steigen die Beiträge um bis zu 60 Prozent.

Parallel dazu plant die Gemeinde Einsparungen bei den Betreuungszeiten. Die Ganztagsbetreuung in Kitas sowie die ergänzende Schulkindbetreuung sollen künftig nur noch bis 16 Uhr angeboten werden. Dadurch könnten rund 100.000 Euro pro Jahr an Personalkosten eingespart werden.

Auch die Betreuung an der Grundschule wird neu organisiert. Mit dem Start der Ganztagsschule für die Klassen 1 und 2 werden neue Gebühren eingeführt, etwa für die Anschlussbetreuung (bis 150,00€ bei fünf Tagen) am Nachmittag. Für ältere Klassen bleiben ergänzende Angebote wie Kernzeit (bis 63,00€ für ein Kind) und Hort (bis zu 177,60€ für fünf Tage) bestehen, allerdings ebenfalls mit angepassten Zeiten und Gebühren.

Die neuen Regelungen sind Teil eines größeren Konsolidierungskonzepts, mit dem Kirchzarten auf steigende Kosten und finanzielle Belastungen reagiert.

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