(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Stadt Waldkirch
Mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute hat der Gemeinderat der Stadt Waldkirch heute (27. Januar) der Opfer des Holocausts gedacht. Am Internationalen Gedenktag erinnerten Oberbürgermeister Michael Schmieder und Mitglieder aller Fraktionen an die Millionen Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt und ermordet wurden.
Die Gedenkveranstaltung fand am Mahnmal für die in Litauen ermordeten Jüdinnen und Juden sowie alle Opfer des Holocausts statt. Nach Angaben der Stadt wurde dort an die historische Verantwortung erinnert, die auch einen direkten Bezug zu Waldkirch hat.
Das Mahnmal verweist auf die Verbrechen von Karl Jäger, einem gebürtigen Waldkircher. Als SS-Standartenführer und Kommandeur des Einsatzkommandos 3 organisierte er laut historischen Dokumenten die Ermordung von mehr als 138.000 jüdischen Menschen, vor allem im heutigen Litauen. Seine Taten hielt er im sogenannten Jägerbericht fest.
Der Gedenktag erinnert zudem an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945. Die Stadt betonte, wie wichtig es sei, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
Bild: Stadt Waldkirch


