(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg, Druchsache G-26/028
Weniger Autos vor Schulen und mehr Sicherheit für Kinder: Freiburg setzt künftig verstärkt auf sogenannte Schulstraßen. Die Stadt plant dazu erste Pilotprojekte, um neue Verkehrsmaßnahmen im Alltag zu testen.
Am Dienstag, 28. April 2026, informiert die Verwaltung den Gemeinderat über das weitere Vorgehen. Ziel ist es, Schulwege sicherer zu machen und Kinder zu mehr selbstständiger Mobilität zu ermutigen. Schulstraßen bedeuten dabei, dass bestimmte Straßen rund um Schulen zu den Bring- und Abholzeiten zeitweise für Autos gesperrt werden.
Ein erstes Pilotprojekt startet bereits am Freitag, 21. März 2026, im Umfeld der Markgrafenschule in Freiburg-Tiengen. Dort wird die Maierbuckstraße zu bestimmten Zeiten für den motorisierten Verkehr gesperrt. Hintergrund sind laut Stadt wiederholt gefährliche Situationen durch sogenannte Elterntaxis. Fahrräder und Anwohner bleiben von den Einschränkungen ausgenommen.
Ein zweiter Standort für eine Schulstraße wird aktuell noch geprüft. Dabei geht es um eine eventuelle Schulzone „Am Hägle“ im Bereich vom Wentzinger Gymnasium im Stadtteil Mooswald. Die dortige SMV hatte eine Schulzone beantragt. Auch hier steht vor allem die Verkehrssicherheit im Fokus. Auch die Realschule, sowie ein Kindergarten würden davon profitieren. Schulzonen, also dauerhafte Sperrungen, spielen aber derzeit eine untergeordnete Rolle, da sie stärker in den Verkehr eingreifen und aufwendiger umzusetzen sind. Aus diesen Gründen könnten Pläne für die Umsetzung einer Schulstraße erarbeitet werden.
Die Stadt will mit den Pilotprojekten Erfahrungen sammeln und die Auswirkungen genau beobachten. Geplant sind unter anderem Verkehrszählungen und Befragungen von Eltern, Anwohnern und Schulen. Auf dieser Basis soll später entschieden werden, ob und wo Schulstraßen dauerhaft eingeführt werden.
Langfristig sollen die Maßnahmen Teil einer umfassenden Strategie für sichere Schulwege in Freiburg werden.





