(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Stadt Freiburg
Nach der vorsätzlichen Beschädigung der Ramadan-Beleuchtung im Seepark bekennen sich Religionsgemeinschaften und Stadtspitze in Freiburg klar zu Vielfalt und Zusammenhalt. Am Wochenende hatten Unbekannte ein Leuchtschild der Installation überhängt und Stromkabel durchtrennt. Es handelt sich um die erste öffentliche Beleuchtung zum muslimischen Fastenmonat in Freiburg.
Ein Bündnis aus christlichen, muslimischen und jüdischen Gemeinden sowie Oberbürgermeister Martin Horn verurteilt die Tat laut Mitteilung der Stadt deutlich. Man wolle sich nicht spalten lassen und stehe geschlossen für ein friedliches Miteinander ein. Freiburg sei eine vielfältige Stadt, ein großer Teil der Bevölkerung habe internationale Wurzeln.
Vertreter muslimischer Gemeinden betonen nach Angaben der Stadt, die Ramadan-Beleuchtung stehe für den selbstverständlichen Platz muslimischen Lebens in Freiburg. Auch jüdische Gemeinden verweisen auf eigene Erfahrungen mit Angriffen und sehen in extremistischen Haltungen eine Gefahr für das demokratische Zusammenleben. Kirchenvertreter unterstreichen, Religion dürfe nicht zur Spaltung missbraucht werden.
Die Ramadan-Beleuchtung ist Teil eines Interreligiösen Austauschs, den die Stadt im vergangenen Jahr angestoßen hat. Weitere gemeinsame Projekte zwischen muslimischen, jüdischen und christlichen Gemeinden sind geplant.





