(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Stadt Freiburg

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Der Zulassungsstopp bei Integrationskursen sorgt in Freiburg für scharfe Kritik. Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach warnt vor massiven Folgen für Integration und Arbeitsmarkt in der Stadt.

Nach Angaben der Stadtverwaltung teilt von Kirchbach die Kritik des Deutschen Städtetags an der Kürzungsentscheidung der Bundesregierung. Menschen, die Deutsch lernen und sich integrieren wollen, würden vom Kursangebot ausgeschlossen. Das sei ein deutlicher Rückschlag für die Integrationsarbeit in Freiburg.

Das Amt für Migration und Integration rechnet damit, dass rund die Hälfte der bisherigen Teilnehmenden vom Zulassungsstopp betroffen sein wird. Im Jahr 2024 nahmen in Freiburg zwischen 500 und 600 freiwillige Personen an Integrationskursen teil, darunter viele EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie Drittstaatsangehörige mit Zulassung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Fielen diese Gruppen weg, könnten Mindestteilnehmendenzahlen nicht mehr erreicht werden, wodurch Kurse eingestellt werden müssten.

Derzeit laufen 62 Integrationskurse bei acht Trägern. Die Stadt geht davon aus, dass sich das Angebot um 25 bis 30 Kurse pro Jahr verringern könnte. Besonders gravierend seien die Auswirkungen für Geflüchtete aus der Ukraine, da fehlende Sprachkurse den Zugang zum Arbeitsmarkt erschwerten. Die entstehende Finanzierungslücke beziffert die Stadt auf 1,6 bis 1,9 Millionen Euro jährlich, die weder kommunal noch über Landesmittel ausgeglichen werden könne.

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