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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg

Unter Dauerstress schalten Immunzellen offenbar in einen Selbstschutzmodus – das zeigen neue Forschungsergebnisse aus Freiburg. Die Studie wurde am Dienstag, 1. April 2026, im Fachjournal veröffentlicht und liefert wichtige Erkenntnisse für Medizin und Therapie.

Forscher vom Universitätsklinikum Freiburg haben untersucht, wie sich sogenannte T-Helferzellen bei chronischen Infektionen verändern. Diese Zellen steuern zentrale Prozesse im Immunsystem, etwa die Aktivierung anderer Abwehrzellen. Laut den Wissenschaftlern passen sie ihre Funktion bei langanhaltenden Erkrankungen wie Hepatitis C an: Die Immunantwort wird abgeschwächt, gleichzeitig sichern die Zellen ihr eigenes Überleben.

Untersucht wurden Blutproben von Patientinnen und Patienten in unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Dabei zeigte sich laut Uniklinik, dass die T-Helferzellen unter Dauerbelastung ihre Eigenschaften deutlich verändern. Sie reagieren weniger effektiv auf Krankheitserreger, bleiben dafür aber länger im Körper erhalten.

Besonders relevant ist laut den Forschenden, dass diese Anpassung auch nach einer erfolgreichen Behandlung bestehen bleibt. Die Zellen speichern gewissermaßen die Erfahrung einer chronischen Erkrankung. Das könne dazu führen, dass Betroffene nach einer ausgeheilten Infektion weniger gut geschützt sind als erwartet.

Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Immuntherapien, etwa in der Krebsbehandlung. Künftig soll untersucht werden, ob sich diese Veränderungen gezielt beeinflussen lassen.

Bild: Universitätsklinikum Freiburg

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