(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
Der Fischotter ist nach fast hundert Jahren wieder in Südbaden unterwegs. Hinweise auf die Rückkehr der streng geschützten Tierart gibt es bereits seit mehreren Jahren, unter anderem entlang der oberen Donau im Zollernalbkreis und der Elz im Kreis Emmendingen.
Seit Mittwoch, 4. März 2026, läuft deshalb ein neues Projekt des Regierungspräsidiums Freiburg, das klären soll, wie weit sich der Fischotter im Regierungsbezirk inzwischen ausgebreitet hat und wie groß die Population tatsächlich ist. Dazu werden zwei speziell ausgebildete Otter-Spotter in den kommenden Monaten große Fließgewässer im Regierungsbezirk Freiburg auf Spuren der Tiere untersuchen.
Im Fokus stehen laut Regierungspräsidium vor allem Gewässerdurchlässe wie Brücken mit Uferrandstreifen. Dort markieren Fischotter häufig ihr Revier und hinterlassen Kotspuren. Diese sogenannten Losungen können nicht nur den Nachweis der Tiere liefern. Nach Angaben des Regierungspräsidiums lassen sich über DNA-Analysen sogar Herkunft und mögliche Verwandtschaftsverhältnisse einzelner Tiere bestimmen. Die Auswertung erfolgt im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Universität Freiburg.
Auch die Bevölkerung wird um Unterstützung gebeten. Wer Fischotter beobachtet oder Fotos gemacht hat, kann Hinweise an das Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums melden.
Der Fischotter galt in Baden-Württemberg lange als ausgestorben, nachdem er früher wegen seines Pelzes stark bejagt worden war. Seine Rückkehr gilt laut Regierungspräsidium als Hinweis auf eine gute Gewässerqualität und ausreichend Fischbestände. Gleichzeitig zeigen aktuelle Funde, dass die Tiere im Straßenverkehr gefährdet sind. Erst Anfang des Jahres wurde am Stadtrand von Freiburg ein verunfallter Fischotter entdeckt.





