(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg

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Plötzliche Gesichtslähmungen können das Leben von Betroffenen massiv verändern – genau hier setzt das neue Fazialis-Zentrum in Freiburg an. Am Universitätsklinikum Freiburg wurde eine zentrale, interdisziplinäre Anlaufstelle für die Behandlung von Gesichtsnervlähmungen geschaffen. Ziel ist es laut Klinik, Patientinnen und Patienten eine individuell abgestimmte und fachübergreifend koordinierte Versorgung zu ermöglichen.

Nach Angaben des Klinikums bündelt das neue Zentrum die Expertise aus mehreren medizinischen Fachrichtungen. Diagnostik, Therapieplanung sowie operative und nicht-operative Behandlungen werden künftig gemeinsam abgestimmt und in spezialisierten Fallkonferenzen koordiniert. So sollen auch komplexe Krankheitsverläufe strukturiert bewertet werden können.

Bei einer sogenannten Fazialisparese ist der Gesichtsnerv geschädigt, der für die Bewegung der Gesichtsmuskulatur verantwortlich ist. Ursachen können unter anderem Entzündungen, Virusinfektionen, Verletzungen oder Durchblutungsstörungen sein. Während sich der Nerv bei vielen Betroffenen innerhalb weniger Monate erholt, bleibt in einigen Fällen eine dauerhafte Lähmung bestehen. Laut Uniklinikum können dann operative Eingriffe helfen, etwa um Gesichtsmimik oder den Lidschluss wiederherzustellen.

Im neuen Zentrum arbeiten Fachleute aus der Plastischen Chirurgie, Neurologie, Augenheilkunde, Neurochirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde eng zusammen. Das Behandlungsspektrum reicht von Physiotherapie über minimalinvasive Verfahren bis hin zu hochkomplexen mikrochirurgischen Operationen. Gleichzeitig soll die Forschung auf dem Gebiet der Fazialisrekonstruktion weiter ausgebaut werden.

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