(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Agentur für Arbeit Freiburg, Agentur für Arbeit Lörrach
Ein spürbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit prägt den Start ins Jahr in Südbaden. In allen Regionen rund um Freiburg und Lörrach sind im Januar mehr Menschen ohne Arbeit gemeldet – vor allem aus saisonalen Gründen.
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg waren zuletzt 17.072 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 1.168 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Punkte auf 4,4 Prozent. Betroffen sind die Stadt Freiburg sowie die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. Besonders Kündigungen zum Quartalsende, das Ende befristeter Jobs im Weihnachtsgeschäft, Saisonpausen in der Gastronomie und witterungsbedingte Einschränkungen führten laut Arbeitsagentur zu diesem Anstieg.
Langfristig zeigt sich jedoch ein struktureller Trend: Seit 2022 steigt die Arbeitslosenquote trotz demografischer Entlastung kontinuierlich an. Die Agentur sieht deshalb Qualifizierung und Weiterbildung als zentralen Hebel, um Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb im Januar verhalten, mit weniger neu gemeldeten Stellen als im Vormonat.
Auch im Bezirk der Agentur für Arbeit Lörrach zeigt sich ein ähnliches Bild. In den Landkreisen Lörrach und Waldshut stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 12.111 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt hier nun bei 5,4 Prozent. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Landkreis Lörrach aus, wo die Quote auf 6,5 Prozent kletterte, während sie im Landkreis Waldshut bei 4,9 Prozent liegt.
Auffällig ist laut Arbeitsagentur der rückläufige Stellenzugang, insbesondere bei Helfertätigkeiten. Fachkräfte bleiben dagegen weiterhin gefragt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich aus leicht verbesserten wirtschaftlichen Signalen neue Impulse für den Arbeitsmarkt ergeben.


