(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Emmendingen
Die Geschichte vom traditionsreiche Wehrle-Werk in Emmendingen soll trotz Insolvenz erhalten bleiben. Historische Unterlagen des ehemaligen Familienunternehmens werden jetzt dauerhaft archiviert.
Nach Angaben der Stadt Emmendingen haben das Stadtarchiv Emmendingen und das Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg zwischen April und Mai 2026 umfangreiche Dokumente aus dem früheren Werk gesichert. Insgesamt wurden rund 85 laufende Meter Unterlagen nach Stuttgart gebracht. Weitere fünf Meter mit besonderer Bedeutung für die Stadt- und Familiengeschichte bleiben im Stadtarchiv Emmendingen.
Das Wehrle-Werk galt über Jahrzehnte als eines der prägendsten Unternehmen der Region. Die Wurzeln des Familienbetriebs reichen bis ins Jahr 1860 zurück. Mit der Insolvenz im August 2025 endete die Unternehmensgeschichte endgültig.
Wie es mit dem ehemaligen Werksgelände weitergeht, ist bislang offen. Teile der Gebäude sind nach Angaben der Stadt zunächst für drei Jahre weitervermietet. Langfristig gilt die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers als wahrscheinlich.
Die jetzt gesicherten Unterlagen sollen in den kommenden Jahren geordnet und wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Ziel sei es, die Geschichte des Wehrle-Werks und seine Bedeutung für Emmendingen dauerhaft zu bewahren.
Das Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg sammelt seit 1980 Unterlagen bedeutender Unternehmen und Institutionen aus dem Land. Dort lagern inzwischen rund 14.000 laufende Meter Archivmaterial von etwa 800 Firmen und Einrichtungen.
Bild: Stadt Emmendingen





