(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Emmendingen (Beschlussvorlage 2026/218)
Tagespflegepersonen im Landkreis Emmendingen sollen künftig mehr Geld für die Betreuung von Kindern erhalten. Darüber entscheidet der Kreistag am Montag, 18. Mai 2026.
Geplant ist eine deutliche Erhöhung der laufenden Geldleistungen vor allem für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Laut Kreisverwaltung soll der Stundensatz ab Dienstag, 1. Juli 2026, von bisher 7,50 Euro auf 8,20 Euro steigen. Für Kinder über drei Jahren ist eine kleinere Erhöhung von 7,00 auf 7,10 Euro pro Stunde vorgesehen.
Die Kindertagespflege gilt im Landkreis als wichtiger Bestandteil der Kinderbetreuung, besonders für Familien mit kleinen Kindern und flexiblen Betreuungszeiten. Nach Angaben des Jugendamts ist sie unverzichtbar, um den gesetzlichen Betreuungsanspruch erfüllen zu können.
Zusätzlich sollen Tagespflegepersonen künftig auch bei Ausfällen besser abgesichert werden. Ab Januar 2026 sollen Geldleistungen bis zu sechs Wochen weitergezahlt werden, wenn Kinder oder Tagespflegepersonen vorübergehend ausfallen. Bisher lag die Grenze bei vier Wochen.
Auch die Eingewöhnungszeit für Kinder soll einfacher geregelt werden. Statt einer stundenweisen Abrechnung soll künftig direkt der volle vereinbarte Betreuungsumfang bezahlt werden.
Für Eltern ändern sich ebenfalls die Beiträge. Die Verwaltung schlägt vor, die Einkommensgrenzen anzupassen, damit Familien trotz steigender Vergütungen finanziell entlastet werden. Ziel sei laut Landkreis, dass die Kosten für Tagespflege weiterhin vergleichbar mit den Gebühren für Kinderkrippen bleiben.
Für den Landkreis entstehen durch die höheren Vergütungen im laufenden Jahr zusätzliche Kosten von rund 50.000 Euro.





