(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Handwerkskammer Freiburg
Verunsicherung statt Aufbruch: Das Handwerk in Südbaden sieht die Bundesregierung auf einem falschen Kurs. Am Montag, 5. Mai 2026, hat die Handwerkskammer Freiburg deutliche Kritik an der aktuellen Wirtschaftspolitik geäußert. Nach einem Jahr fehle es weiterhin an klaren Leitlinien, stattdessen sorgten widersprüchliche Aussagen und kurzfristige Änderungen für Unsicherheit bei Betrieben und Kunden.
Besonders kritisch bewertet die Kammer die Diskussion um den sogenannten Handwerkerbonus. Dieser steuerliche Vorteil für private Aufträge dürfe aus Sicht des Handwerks nicht gestrichen werden, da er die Nachfrage stabilisiere. Ein Wegfall würde Investitionen weiter bremsen.
Auch beim geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz sieht die Kammer Probleme. Laut eigenen Angaben würden kurzfristige Anpassungen und neue Ausnahmeregeln eher Verwirrung stiften als Planungssicherheit schaffen. Viele Betriebe hielten sich deshalb mit Aufträgen zurück.
Insgesamt fehle eine klare Gesamtstrategie für die Wirtschaft. Statt einzelner Maßnahmen fordert das Handwerk einen umfassenden Ansatz, der Steuern, Energiepreise, Bürokratie und Arbeitskosten gemeinsam berücksichtigt.
Die Handwerkskammer Freiburg vertritt rund 16.000 Betriebe in Südbaden mit über 100.000 Beschäftigten.





