(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg, Drucksache G-26/072
Freiburg setzt ein politisches Signal für mehr humanitäre Verantwortung: Die Stadt will weiterhin Geflüchtete aus Afghanistan aufnehmen – auch ohne laufende Bundesprogramme.
Am Dienstag, 28. April 2026, befasst sich der Gemeinderat mit der freiwilligen Aufnahme besonders gefährdeter Menschen. Konkret geht es um frühere Ortskräfte, Menschenrechtsaktivistinnen und weitere Schutzbedürftige aus Afghanistan. Die Bundesregierung hatte entsprechende Aufnahmeprogramme zuletzt gestoppt.
Nach Angaben der Stadt befinden sich viele Betroffene aktuell in einer unsicheren Lage, etwa in Pakistan oder Afghanistan. Teilweise hatten sie bereits Zusagen für eine Aufnahme in Deutschland erhalten, die inzwischen zurückgenommen wurden. Die Verwaltung bewertet die Situation als humanitär kritisch.
Freiburg gehört zum Bündnis „Städte sicherer Häfen“ und hat bereits in den vergangenen Jahren freiwillig Menschen aufgenommen. Laut Stadt wurden seit 2021 knapp 100 Personen aus Afghanistan zusätzlich aufgenommen, häufig mit Bezug zur Region, etwa über Universitäten oder Hilfsorganisationen. Viele von ihnen konnten sich nach Angaben der Verwaltung schnell integrieren.
Trotz grundsätzlich vorhandener Aufnahmebereitschaft verweist die Stadt auch auf begrenzte Kapazitäten. Insbesondere durch die Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine seien viele Einrichtungen stark ausgelastet. Gleichzeitig müssen bestehende Standards bei Wohnflächen schrittweise wieder angehoben werden.
Die Stadt will dennoch gemeinsam mit anderen Kommunen gegenüber Bund und Land erneut ihre Bereitschaft zur Aufnahme erklären und fordert zugleich, bestehende Zusagen einzuhalten.





