(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: BreisgauLIVE-Recherche, Karl Schwarz
Am 26. April 2026 wird ein neuer Oberbürgermeister für Freiburg gewählt. Insgesamt stehen neun Kandidaten auf dem Wahlzettel zur OB-Wahl. Heute stellen wir Ihnen bei BreisgauLIVE Karl Schwarz vor. Er ist 1993 geboren und von Beruf Handwerksmeister.
Der Freiburger Oberbürgermeister-Kandidat Karl Schwarz gehört zu den jüngeren Bewerbern im aktuellen Wahlkampf. Der 1993 geborene Handwerksmeister lebt in Freiburg im Breisgau und ist dort aufgewachsen – unter anderem in Stadtteilen wie Haslach, Weingarten und dem Rieselfeld.
Beruflich kommt Schwarz aus dem Handwerk: Er ist ausgebildeter Installateur- und Heizungsbauermeister und arbeitet selbstständig. Zuvor war er auch als Marinesoldat bei der Bundeswehr im Einsatz. Diese Erfahrungen prägen seinen eigenen Anspruch, Politik stärker aus der Praxis heraus zu denken – nah an Betrieben, Baustellen und dem Alltag vieler Menschen.
Politisch engagiert sich Schwarz seit mehreren Jahren in Freiburg. Er sitzt im Gemeinderat für die AfD-Fraktion und ist unter anderem laut Angaben auf Webseiten der Partei in verschiedenen Ausschüssen sowie Aufsichtsräten städtischer Gesellschaften vertreten. Innerhalb seiner Partei hat er sich zum Kreisvorsitzenden entwickelt und tritt nun als Oberbürgermeisterkandidat an.
Privat und in seinem Auftreten beschreibt sich Schwarz als bodenständig und direkt. Er betont häufig seine Herkunft aus dem Arbeiterumfeld und sieht darin eine wichtige Grundlage für seinen politischen Blick auf die Stadt. Sein Leitsatz: Probleme klar benennen und Lösungen pragmatisch angehen.
Inhaltlich setzt er Schwerpunkte bei Themen wie Wohnen, Verkehr, Sicherheit und Finanzen. Dabei steht für ihn vor allem ein Ansatz im Mittelpunkt: Politik soll aus seiner Sicht stärker an den Interessen der Bürger ausgerichtet sein und weniger von abstrakten Konzepten geprägt werden.
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BreisgauLIVE hat Karl Schwarz einige Fragen zu wichtigen Themen in der Stadt gestellt. Hier präsentieren wir seine Antworten:
1. Verpackungssteuer:
Bleibt die Verpackungssteuer in Freiburg oder würden Sie diese in Abstimmung mit dem Gemeinderat abschaffen bzw. anpassen?
„Die Freiburger Verpackungssteuer ist ein bürokratisches Monster, das vor allem unsere Gastronomen belastet und die Preise für die Bürger unnötig in die Höhe treibt. Wir setzen uns für die sofortige Abschaffung ein. Eine Stadtverwaltung sollte nicht durch Sondersteuern das Konsumverhalten umerziehen wollen. Sauberkeit erreicht man durch bessere Müllentsorgungskonzepte, nicht durch Abkassieren.“
2. Flugplatz:
Welche konkrete Zukunft sehen Sie für den Freiburger Flugplatz – erhalten, komplett umbauen oder teilweise neu nutzen?
„Der Flugplatz ist eine lebensnotwendige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort und den Rettungsdienst (DRF). Wir stehen klar zum Erhalt des Flugplatzes. Eine Bebauung oder Teilnutzung für Wohnraum lehnen wir ab, da Freiburg seine wirtschaftliche Attraktivität und die Sicherheit der medizinischen Notfallversorgung nicht opfern darf.“
3. Wohnbau & Mieten:
Wie wollen Sie in Freiburg schnell mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen? Welche Rolle spielen dabei Dietenbach oder die Zähringer Höhe?
„Schneller Wohnraum entsteht nicht durch staatliche Planwirtschaft, sondern durch Entbürokratisierung und Deregulierung.
Dietenbach: Wir stehen dem Projekt aufgrund der massiven Kosten kritisch gegenüber.
Zähringer Höhe: Wir sind für den Erhalt der Zähringer Höhe.
Maßnahme: Senkung der Grundsteuer und Beschleunigung von Baugenehmigungen.“
4. Wirtschaft:
Was ist Ihre wichtigste Maßnahme, um Freiburg als Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken?
„Die wichtigste Maßnahme ist die Senkung der Gewerbesteuer und das Ende der ideologischen Bevormundung von Unternehmen (z.B. durch Umweltauflagen, die über Landesrecht hinausgehen). Freiburg muss wieder „unternehmensfreundlich“ werden, statt Betriebe durch Steuern zu vertreiben.“
5. Klimaneutralität 2035:
Ist die angestrebte Klimaneutralität bis 2035 realistisch? Welche konkreten Schritte planen Sie?
„Das Ziel 2035 ist in dieser Form unrealistisch und wirtschaftsschädigend. Wir setzen auf technologische Offenheit statt auf planwirtschaftliche Verbote. Kommunale Klimapolitik muss bezahlbar bleiben. Wir priorisieren die Anpassung an den Klimawandel (z.B. Stadtgrün) gegenüber teuren Symbolprojekten zur CO2-Vermeidung, die global keine messbare Auswirkung haben.“
6. Stadthalle:
Was soll konkret mit der alten Stadthalle passieren und in welchem Zeitrahmen?
„Die alte Stadthalle ist ein Schandfleck der Untätigkeit. Wir fordern eine zügige Entscheidung: Entweder eine Sanierung durch private Investoren, falls wirtschaftlich nicht tragbar – der Abriss zugunsten einer sinnvollen Neugestaltung des Areals. Das jahrelange Aussitzen muss enden.“
7. Innenstadt:
Wie wollen Sie den Leerstand in der Innenstadt verhindern und wieder mehr Leben reinbringen?
„Leerstand bekämpft man durch Erreichbarkeit und Sicherheit.
Erreichbarkeit: Stopp des Parkplatzabbaus. Wer nicht mit dem Auto in die Stadt darf, kauft lieber online.
Attraktivität: Senkung der Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie.
Sicherheit: Ein „Sauberkeitsversprechen“ und konsequentes Vorgehen gegen Bettelei und Pöbeleien.“
8. Verkehr & Radwege:
Braucht Freiburg mehr Tempo 30, ÖPNV oder bessere Radwege? Wo setzen Sie in der Mobilität Ihre Schwerpunkte?
„Wir lehnen die einseitige Bevorzugung des Fahrrads auf Kosten des Autos ab. Freiburg braucht ein Miteinander aller Verkehrsteilnehmer.
Kein flächendeckendes Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen.
ÖPNV: Fokus auf Pünktlichkeit und Sicherheit statt auf ständige Preiserhöhungen.
Schwerpunkt: Flüssiger Verkehrsfluss statt künstlicher Staus durch „Pop-up-Radwege“.“
9. Ordnung & Kontrolle:
Unterstützen Sie den Einsatz von Scan-Cars gegen Falschparker – ja oder nein?
„Nein zu Scan-Cars. Wir lehnen eine automatisierte Totalüberwachung des öffentlichen Raums zur Maximierung von Bußgeldern ab. Parkraumüberwachung sollte mit Augenmaß durch Personal erfolgen, nicht durch einen digitalen Überwachungsapparat.“
10. Lebensqualität & Sicherheit:
Was würden Sie konkret tun, um die Sicherheit und die Lebensqualität in Freiburg weiter zu verbessern?
„Sicherheit ist die Basis für Lebensqualität.
Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten (z.B. Colombipark, Bermudadreieck).
Stärkung des Vollzugsdienstes: Mehr Präsenz und bessere Ausrüstung für den städtischen Vollzugsdienst.
Null-Toleranz-Strategie bei Ordnungswidrigkeiten und konsequente Abschiebung straffälliger Ausländer zur Entlastung der Sicherheitsbehörden.“
11. Bildung & Schulen:
Wie wollen Sie die Situation bei Kitas und Schulen in Freiburg verbessern und die Bildung stärken?
„Unsere Schulen müssen wieder Orte des Lernens statt der Ideologisierung sein.
Sanierung vor Neubau: Erst müssen die maroden Toiletten und Klassenzimmer instand gesetzt werden.
Kitas: Fachkräftemangel durch Bürokratieabbau und bessere Bezahlung bekämpfen.
Fokus: Sicherstellung der deutschen Sprachkenntnisse vor der Einschulung („Deutschpflicht“ auf dem Schulhof).“
12. Persönliches Statement:
Welche Themen sind Ihnen persönlich besonders wichtig, die hier noch nicht genannt wurden?
„Besonders wichtig ist uns die direkte Demokratie. Wir wollen, dass bei wegweisenden Projekten die Bürger direkt befragt werden. Freiburg darf nicht länger am Bürger vorbei regiert werden. Wir stehen für eine Politik des gesunden Menschenverstands – ohne ideologische Scheuklappen.“
Wir danken Karl Schwarz für die Beantwortung unserer Fragen. Bitte gehen Sie am 26. April 2026 bei der OB-Wahl in Freiburg wählen – im Wahllokal, vorab per Briefwahl oder durch die Wahlmöglichkeit im Wahlamt.
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Bild von Karl Schwarz: privat
Die weiteren Portraits der Freiburger OB-Kandidaten in normaler Sprache: Florian Braune, Martin Horn, Wim Kölker, Achim Wiehle, Monika Stein, Dejan Mihajlović, Claudio Probst, Martin Borgmann, Karl Schwarz





