(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universität Freiburg

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Förderprogramme für die Energiewende kommen oft nicht bei denen an, die sie am dringendsten brauchen. Am Donnerstag, 26. März 2026, hat die Universität Freiburg neue Forschungsergebnisse veröffentlicht. Ein internationales Team zeigt laut Universität, dass vor allem einkommensstarke Haushalte von Fördermaßnahmen profitieren – während sozial schwächere Gruppen häufig außen vor bleiben.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler identifizieren drei zentrale Hürden: Auf individueller Ebene fehlen oft Informationen oder finanzielle Möglichkeiten. Kommunal erschweren Infrastrukturprobleme die Teilnahme. Zusätzlich wirken bürokratische Verfahren und strukturelle Ungleichheiten als Barrieren.

Besonders kritisch sehen die Forschenden, dass bestehende Förderinstrumente Ungleichheiten teilweise sogar verstärken. Steuervergünstigungen oder komplexe Anträge würden gerade diejenigen benachteiligen, die Unterstützung am meisten benötigen.

Als Lösung schlagen sie vier zentrale Ansätze vor: gezielte Förderung für benachteiligte Gruppen, direkte finanzielle Entlastung statt späterer Vorteile, weniger Bürokratie und eine stärkere Einbindung von Kommunen und Bürgern.

Zudem empfehlen die Forschenden gemeinschaftliche Projekte, etwa Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden oder lokale Energiegemeinschaften, um mehr Menschen an der Energiewende zu beteiligen.

Die Studie macht deutlich: Ohne soziale Gerechtigkeit wird die Energiewende langfristig nicht erfolgreich sein.

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