(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Neuenburg am Rhein (Drucksache Nr. 030/2026)
Mehr Einnahmen für die Stadt, aber auch höhere Kosten für viele Familien: In Neuenburg am Rhein soll das Gebührenmodell für die Kinderbetreuung geändert werden. Der Gemeinderat berät am Montag, 23. März, über die Umstellung ab dem Kita- und Schuljahr 2026/27.
Kern des Vorschlags ist ein neues Sozialmodell, bei dem die Ermäßigung für Geschwisterkinder künftig nicht mehr vom Alter abhängt. Stattdessen soll die jeweils günstigste Betreuungsform am stärksten reduziert werden. Die Staffelung bleibt grundsätzlich gleich: erstes Kind voller Beitrag, zweites Kind 60 Prozent, drittes Kind beitragsfrei.
Nach Angaben der Verwaltung führt das neue Modell insgesamt zu Mehreinnahmen von rund 100.000 Euro pro Jahr. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch eine höhere finanzielle Belastung für viele Familien – insbesondere dann, wenn Kinder unterschiedliche Betreuungsformen nutzen, etwa Krippe, Kindergarten und Schulkindbetreuung.
Für Familien mit zwei Kindern in derselben Betreuungsform ändert sich hingegen nichts oder die Kosten sinken leicht. Deutlich teurer kann es laut Berechnungen vor allem dann werden, wenn ein Kind in der kostenintensiveren Krippe betreut wird.
Insgesamt wurden die Berechnungen auf Basis von 362 betreuten Kindern durchgeführt. Ein Teil der Gebühren wird weiterhin vom Landratsamt übernommen.
Die Verwaltung empfiehlt dem Gemeinderat, das neue Modell zu beschließen, um die Einnahmesituation der Stadt zu verbessern.





