(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Nadyne Saint-Cast MdL
Nach dem Bekanntwerden von einem jahrelangen Spähkamera-Skandal an der Universität Freiburg wächst der politische Druck zur Aufarbeitung. Am Donnerstag, 19. März 2026, äußerte sich die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast zu dem Fall.
Auslöser ist ein Gerichtsurteil vom 9. März 2026, durch das das volle Ausmaß der Taten öffentlich wurde. Ein ehemaliger Studienberater soll über mehr als 15 Jahre hinweg zahlreiche Frauen heimlich gefilmt haben – sowohl im privaten Umfeld als auch im universitären Kontext. Laut Angaben aus dem politischen Umfeld betrifft der Fall mehrere hundert Betroffene.
Die Abgeordnete fordert eine umfassende und transparente Aufklärung. Nach ihrer Einschätzung besteht großer Klärungsbedarf, unter anderem zur Frage, wie die Taten über so lange Zeit unentdeckt bleiben konnten und wie viele Personen tatsächlich betroffen sind.
Zugleich sieht sie die Universität Freiburg in der Verantwortung, die Sicherheit von Studierenden und Beschäftigten zu gewährleisten. Sie begrüßt, dass die Hochschule nach Bekanntwerden neuer Details den Austausch mit der Universitätsgemeinschaft gesucht und interne Schritte eingeleitet hat.
Für die Zukunft fordert sie konkrete Maßnahmen, darunter verbesserte Schutzkonzepte, niedrigschwellige Meldestrukturen und stärkere Prävention. Ziel müsse es sein, vergleichbare Vorfälle frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Der Fall hat laut Einschätzung aus dem politischen Raum das Vertrauen in die Institution beschädigt. Umso wichtiger seien nun Transparenz, Konsequenzen und Unterstützung für die Betroffenen.





