(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg
Bestimmte Blutwerte in der Schwangerschaft können auf ein erhöhtes Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie vom Universitätsklinikum Freiburg gemeinsam mit dänischen Forschenden, die jetzt im Fachjournal JAMA Cardiology veröffentlicht wurde.
Untersucht wurden Blutproben von mehr als 2.000 schwangeren Frauen aus einer großen dänischen Kohorte. Die Daten wurden mit einem Beobachtungszeitraum von rund zwölf Jahren verknüpft. Dabei zeigte sich laut Universitätsklinikum Freiburg: Erhöhte Werte des Blutmarkers sFlt-1 im letzten Schwangerschaftsdrittel sowie Schwangerschaftsbluthochdruck standen mit einem höheren Risiko für spätere schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzschwäche in Zusammenhang. Zum Zeitpunkt der Erkrankung waren die betroffenen Frauen im Durchschnitt etwa 40 Jahre alt.
Die Kombination aus Alter und dem Marker ermöglichte nach Angaben der Forschenden eine genauere Risikoeinschätzung als klassische Faktoren wie Blutdruck oder Cholesterin allein. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten weiterhin als häufigste Todesursache bei Frauen.
Als Konsequenz hat das Universitätsklinikum Freiburg eine spezielle Nachsorge-Sprechstunde für Frauen mit Schwangerschaftshochdruck eingerichtet. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und die langfristige Herzgesundheit gezielt zu verbessern.





