(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Polizeipräsidium Freiburg

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Alle 21 Minuten ereignet sich in Südbaden ein Verkehrsunfall. Alle 13 Stunden wird ein Mensch im Straßenverkehr verletzt – und alle neun Tage stirbt ein Mensch bei einem Verkehrsunfall. Das geht aus der Verkehrsstatistik 2025 vom Polizeipräsidium Freiburg hervor.

Insgesamt registrierte die Polizei 24.641 Verkehrsunfälle. 12.117 davon waren bedeutende Unfälle, ein Anstieg um 2,8 Prozent. 41 Menschen kamen ums Leben (-2,4 Prozent), 749 wurden schwer verletzt (-15,1 Prozent), 4.068 leicht verletzt (+6,0 Prozent).

Die häufigsten Ursachen im Zehn-Jahres-Durchschnitt bleiben Fehler beim Abbiegen und Wenden (1.725 Fälle, -17,2 Prozent), Vorfahrts- und Vorrangverstöße (1.679 Fälle, -4,6 Prozent) sowie nicht angepasste Geschwindigkeit (1.314 Fälle, +3,2 Prozent).

Besorgniserregend ist der starke Anstieg bei Drogenunfällen: 69 Fälle bedeuten ein Plus von 54,7 Prozent. Alkoholunfälle gingen dagegen auf 404 Fälle zurück (-6,8 Prozent). Verkehrsunfallfluchten stiegen auf 6.498 Fälle (+7,0 Prozent).

Auch bestimmte Gruppen sind besonders betroffen: 1.806 Fahrradunfälle (+9,8 Prozent), darunter 592 mit Pedelecs (+70,8 Prozent). 554 Motorradunfälle (-2,0 Prozent). 391 Unfälle mit zu Fuß Gehenden (+10,3 Prozent). 1.940 Unfälle mit jungen Fahrenden zwischen 18 und 24 Jahren (-6,6 Prozent). 3.043 Unfälle mit Seniorinnen und Senioren (+14,8 Prozent). 295 Kinder waren beteiligt (+1,7 Prozent). Unfälle mit eKF – also elektronischen Kleinfahrzeugen wie E-Scootern – bleiben ebenfalls ein Thema in den Städten.

Stadt Freiburg
In Freiburg wurden 3.064 Unfälle registriert (-1,4 Prozent). 761 Fahrradunfälle und 198 Pedelec-Unfälle zeigen die hohe Bedeutung des Radverkehrs. 1.866 Unfallfluchten wurden gezählt.

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Hier stiegen die Unfälle auf 2.619 (+8,0 Prozent). 15 Menschen kamen ums Leben. Besonders stark wuchs die Zahl der Pedelec-Unfälle.

Landkreis Emmendingen
Im Kreis Emmendingen blieb das Unfallniveau hoch. Die Polizei registrierte steigende Personenschäden und eine wachsende Zahl älterer Unfallbeteiligter.

Landkreis Lörrach
Im Kreis Lörrach wurden 2.716 Unfälle gezählt (+2,4 Prozent). Motorradunfälle stiegen um 21,9 Prozent. Auch Pedelec-Unfälle legten deutlich zu.

Landkreis Waldshut
Im Landkreis Waldshut blieb die Zahl der Schwerverletzten hoch. Hauptursachen sind weiterhin Geschwindigkeit und Vorfahrtsverstöße.

Die Polizei führte 87 Motorradkontrollen mit 2.691 kontrollierten Fahrenden durch. 300 Fahrradkontrollen mit 7.701 Kontrollierten. 1.504 Fahrten unter Alkoholeinfluss und 908 unter Drogeneinfluss – davon 620 mit Cannabis – wurden festgestellt. 6.614 Handyverstöße und 4.192 Gurtverstöße zeigen weiteren Handlungsbedarf.

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