Mehr Betriebe bewerten ihre aktuelle Lage wieder positiver – doch von einer echten Trendwende kann laut IHK-Konjunkturumfrage keine Rede sein. Das geht aus der aktuellen Erhebung der IHK Südlicher Oberrhein hervor, die am Dienstag in Freiburg vorgestellt wurde.
Der Index der Geschäftslage steigt zum Jahresbeginn um acht Punkte auf 13 Zähler und erreicht damit den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. 31 Prozent der Unternehmen sprechen von einer guten Geschäftslage, 17 Prozent sind unzufrieden. Wie die IHK mitteilt, spiegelt sich darin der vorsichtige Optimismus aus dem Herbst wider.
Gleichzeitig trüben sich die Erwartungen wieder ein: Der Index der Geschäftserwartungen sinkt von minus drei auf minus sieben Punkte. Nur 15 Prozent rechnen mit besseren Geschäften in diesem Jahr, 22 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Nach Angaben der Kammer sorgen ausbleibende Reformimpulse und politische Unsicherheiten für Zurückhaltung.
Auch bei den Investitionen bleibt die Stimmung verhalten. Der Index liegt mit minus sechs Punkten erneut im negativen Bereich. Hauptgrund für Investitionen ist mit 65 Prozent der Ersatzbedarf, Kapazitätserweiterungen spielen kaum noch eine Rolle.
Als größte Risiken nennen 64 Prozent der Betriebe die schwache Inlandsnachfrage. Rund 60 Prozent sehen steigende Arbeitskosten als Belastung. Entsprechend deutlich fallen die Beschäftigungserwartungen aus: Der Index sinkt auf minus 14 Punkte, 24 Prozent planen Stellenabbau. Laut IHK waren im Januar 28.297 Menschen im Kammerbezirk arbeitslos gemeldet.
Bild: IHK Südlicher Oberrhein, Johanna Kaiser





