(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Universität Freiburg
Der Duft der geliebten Person beruhigt offenbar nicht – er kann das Herz sogar schneller schlagen lassen. Forschende der Universität Freiburg haben in einer Studie untersucht, wie der unbewusst wahrgenommene Körpergeruch der Partnerin oder des Partners Stressreaktionen beeinflusst.
Das Team vom Institut für Psychologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg setzte 179 Erwachsene in festen Beziehungen einem standardisierten Stresstest aus. Währenddessen wurde ihnen über ein spezielles Geruchsgerät entweder der natürliche Körpergeruch der Partnerperson oder ein neutraler Duft dargeboten – unterhalb der bewussten Wahrnehmungsschwelle.
Das Ergebnis: Beim Partnergeruch berichteten die Teilnehmenden von einem stärkeren subjektiven Stressempfinden, besonders zu Beginn der Stresssituation. Gleichzeitig stieg die Herzfrequenz deutlich an. Je attraktiver der Duft bewertet wurde, desto stärker reagierte das Herz-Kreislauf-System. Beim Stresshormon Cortisol zeigte sich hingegen kein Unterschied.
Die Forschenden sehen verschiedene Erklärungsansätze. Möglich sei, dass erhöhte Herzfrequenz auch mit sexueller Erregung zusammenhängt und im Experiment als Stress fehlinterpretiert wurde. Ebenso denkbar sei ein evolutionärer Effekt, bei dem die Wahrnehmung der Partnerperson in potenziell herausfordernden Situationen zusätzliche körperliche Aktivierung auslöst.
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.





