(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband
Die sogenannte Schweizer Landnahme im Hochrhein-Gebiet sorgt erneut für politische Forderungen: Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) sieht deutsche Betriebe strukturell benachteiligt und fordert konsequente Maßnahmen von EU, Bund und Land.
In einem offenen Brief an politische Entscheidungsträger macht der Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband auf aus seiner Sicht bestehende Wettbewerbsverzerrungen aufmerksam. Hintergrund ist die Bewirtschaftung deutscher Flächen durch Schweizer Betriebe im Grenzstreifen.
Nach Angaben des Verbands könnten Schweizer Landwirte für Flächen auf deutscher Seite EU-Beihilfen erhalten, ohne dass die EU-Kontrollstandards auf ihren Hofstellen außerhalb der Europäischen Union vollständig durchgesetzt werden könnten. Gleichzeitig würden aufgrund höherer Erlöse in der Schweiz Kauf- und Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen im deutschen Grenzgebiet steigen, was heimische Betriebe unter Druck setze.
Der Verband fordert daher eine Nachschärfung der EU-Regelungen. Demnach sollten Betriebe mit Sitz außerhalb der EU Beihilfen nur erhalten, wenn sie eine kontrollfähige Hofstelle innerhalb der EU unterhalten. Zudem solle bei künftigen Wirtschaftsabkommen sichergestellt werden, dass auch deutsche Erzeuger ihre Produkte zollfrei in die Schweiz liefern können.
Der BLHV erwartet dabei insbesondere Unterstützung vom Land Baden-Württemberg, um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft im Hochrhein langfristig zu sichern.





