(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: wvib Schwarzwald AG
Die Generation der Babyboomer übergibt an die Nachfolge: Eine aktuelle Umfrage des Wirtschaftsverbands Industrieller Unternehmen Baden e.V. (wvib Schwarzwald AG) zeigt, dass in rund 60 Prozent der Familienunternehmen in Baden-Württemberg innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Führungswechsel ansteht.
Zwölf Prozent der Betriebe planen die Übergabe innerhalb eines Jahres, weitere 23 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Nur etwa zehn Prozent haben noch keine Entscheidung getroffen. Laut wvib ist die Nachfolge in der Industrie jedoch meist gesichert: In mehr als einem Drittel der Unternehmen ist sie bereits geregelt, bei einem weiteren Drittel in Planung.
Bevorzugt bleibt die familieninterne Übergabe – etwa ein Drittel der befragten Firmen setzt auf Söhne oder Töchter in der Nachfolge. Gleichzeitig gewinnen externe Modelle wie angestellte Geschäftsführungen oder Beteiligungsverkäufe an Bedeutung, insbesondere bei größeren Betrieben.
Als größte Herausforderung nennen die Unternehmen die Suche nach geeigneten Nachfolgerinnen und Nachfolgern, gefolgt von erbrechtlichen und rechtlichen Fragen. Kleinere Betriebe kämpfen laut wvib häufiger mit der Nachfolgersuche, während bei größeren die juristische Komplexität im Vordergrund steht.
wvib-Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme warnte zudem vor möglichen Belastungen durch eine Verschärfung der Erbschaftsteuer, da viele Firmenvermögen in Maschinen und Immobilien gebunden seien. Zusätzliche Abgaben könnten Nachfolgen gefährden und den Standort schwächen, so die Verbandschefin.





