(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg
Im Tarifkonflikt des kommunalen Nahverkehrs in Baden-Württemberg ist auch die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Nun steigt in der Bevölkerung wieder die Sorge vor Warnstreiks im kommunalen ÖPNV, wie zuletzt auch in Freiburg.
Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilt, trafen sich die Verhandlungspartner am Montag in Stuttgart – erneut ohne Annäherung. Zwar seien die Arbeitgeber laut ver.di erstmals bereit gewesen, über konkrete Themen zu sprechen, ein Angebot legten sie jedoch nicht vor.
Ver.di fordert unter anderem höhere Zuschläge für Nacht-, Samstags- und Sonntagsdienste, eine Anhebung der Überstundenzulagen sowie eine stärkere Berücksichtigung individueller Entgeltstufen. Nach Gewerkschaftsangaben liege der aktuelle Überstundenlohn teils unterhalb des regulären Stundenlohns, wodurch Mehrarbeit für Arbeitgeber günstiger sei als zusätzliche Personalaufstockung.
In Baden-Württemberg betrifft die Tarifrunde rund 6.700 Beschäftigte der kommunalen Verkehrsunternehmen in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Heilbronn, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. Nach Angaben von ver.di wurde eine zusätzliche Verhandlungsrunde für den 26. Februar vereinbart, bevor die dritte planmäßige Runde am 2. März stattfinden soll.
Auch bundesweit wird derzeit in 16 Bundesländern über neue Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr verhandelt. In vielen Regionen waren zuvor die Flächentarifverträge gekündigt worden.
Bild: ver.di





